Ueberhaupt aber glaubte alles was damals in der Eid-Fenoßschaft klug heissen wollte: Es wäre in dieser ge-fährlichen Lage der Sachen durchaus nothwendig, wenig»stens mit dem Baiser auf gutem Fusse zu stehn, aus des-sen Landen man Salz »und anderes „ ziehe, heißt es i);denn — Brodt essen war noch nicht so gemein, und wirddarum nicht besonders angeführt. Man bat also die-erii.gen Orte, welche bisher an der neuen Erbverein keinenAntheil genommen, derselben ebenfalls beyzutreten.
Zu Hause selber zeigten sich gegen diesen Winterzng nochunvorgeseycne Schwürigkeilen in Menge. Die StadtBaden im Aargau weigerte sich ihr kleines Volkscontin,genl zu liefern, wenn sie nicht von der Mehrheit der re-gierenden Orte dazu aufgelodert würde; und dieses gab zueiner allgemeinen staatsrechtlichen Frage Gelegenheit 2).
Das französische Gvverno in Mailand suchte inzwischenschon wieder eine gütliche Unterhandlung, welche der größ.ten Eile bedurfte, vielmehr in eine bedenkliche Länge zuziehn, und glaubte: Für den neuerlich doch von ihm sel»der angetragenen Zusammentritt zu Bellen; wären itzt dieTage zu roh und zu kurz ;). Diesen, und alle übrigenvorangezeiqten Gründe hätten nun freylich die mehrernStände willig ergriffen, ihr ohnehin zum Aufbruche »un.»lustiges» Volk bey Hause zu behalten 4). Da sie indes-sen, gern oder ungern, ihren Eidgenossen von Schweifbereits die bundesmäßige Zusage gethan, und MatchausSchinner nach seiner Weise —. dicßmal zwar nur imhöchsten Geheim — zum Feuer blies, sandten sie zwarnoch einmal ihre Botschaft dahin, die Gemeine zu bitten,den Handel nur ein Paar Wochen ruhen zu lassen, mitt-lerweile man zu Mailand eine gütliche Auskvnft beschleus
i) lluzern. LIbsch. 4- Nvv.s) Ebend. Z) Ebeud.
4) Ebend.