Band 
Sechster Jahrgang.
JPEG-Download
 

«E>G^»WMW, 647

mgen werde; doch mit dem biedern Beysatze, wenn solchenicht auf einen bestimmten Tag i) erfolge, alsdann ohneweiteres auf der Mahlstatt Luzern einen allgemeinen Feld«zug zu verabreden. Bey einer nächstfolgenden Tagsatzungzu Zürch 2) ließ hierauf der Kaiser Maximilian selbernur um vierzehntägigen Anstand bitten, so wolle er, ent.weder in Person, ober durch Gesandtschaft, LudcrviSsAussöhnung mit dem Land Schweiy befödern helfen;und drang dabey, wie es dem Erzherzog geziemte,einmal auf die cinmüthige Einstimmung aller Stände zudem schon längst ;) entworfenen erweiterten Erbvertragmit seinem Hause. Da es in Absicht auf den letztemPunkt wesentlich an Luzern gebrach, wurde sofort durcheine vierstädtische Gesandtschaft diesem Stand besonders zuSinne gelegt: Wie sorgfältig man in dem gegenwärtigenZeitpunkt trachten müsse, wenigstens von Einer Seilesicher zu seyn. — Die anerboten« Raiserlichc Vermittc.lang, und den von Frankreich verlangten Aufschub bc«treffend, war nun alles schon zu späth, und das Pannervon Schwcrtz 4) bereits aufgebrochen. Dennoch wagteman den letzten'Versuch, und sandte ihm von erwähnterTagsatzung zu Zürch so wichtige Eröffnungen ins Feldnach, aber zugleich die Znsicherung, ihm darum nichtsdesto minder unverzüglich zu folgen. Denn nun hieß cSallgemein: Da die Zeit vorüber sey, wo das mailärrdi-sehe Governo sich hätte erklären können, sollte man ohnetängern Verschub mit Proviant und anberm sich i»s Feldrüsten, die dem Gebürge nächstgelegenen Orte wirklichausziehn, und dann eher langsamere Tagrcisen machen,damit je die nachfolgenden die frühern erreichen könnten,da es Unterhalts und Wegs halben doch unmöglich scy,in Einem Haufen auf Bellcnz zu zieh».

O 2Y. Rov. r) 17. Nov.

z) Im Februar dieses Jahrs. 4) Freylag nach St. Marti».