entsponnen, und namentlich die der drey waldstatte,wovon doch eine das ganze Spiel angefangen, ohne Wis-sen der ädrigen aufgebrochen i); und ob eine oder meh.rcre von diesen letzterzählten Ursachen, mit in den An-schlag eines so seltsamen Ausgangs kommen müssen, bleibtnoch bis auf den heutigen Tag dahingestellt 2).
Gewisser ist's, daß diese Völker, sowohl während ihresAufenthalts im Feld als auf ihrem Heimmarschc die gröb-sten Ungebundenheiten verübt: Ueberhaupt keinerley Ge.horsam geleistet; dann aber namentlich der Verbrechen desKirchenraubS, der Entweihung ;) des Sakraments, derMißhandlung geistlicher und unbewehrter Personen sichschuldig gemacht, und zu dem Ende schon wenige Tagenach ihrer Rückkonst 4) für nöthig erachtet wurde, deneigentlichen Thätern nachzuspüren, und fle nach Verdienenzu strafen. Weniger konnte ihnen dann freylich zu Schul-den kommen, daß dieselben bey ihrem unbezahlten Abmar.sehe aus dem Mailandischew (denn das vbengenanntewaren nicht Kriegskosten sondern Beute) durch Abbrennenund Plünderung mehrerer grossen Dörfer ;) die traurig,sten Spuren ihres Daseyns zurückgelassen. — Auch gegeneinander trieben sie allerley Unfugen, die z. B. so weitgiengen, daß der Venner Anton Brüglcr von Bernvon den Urnern auf ihrem eigenen Grund und Bodenöffentlich beschimpft wurde. Der Stand, welcher sich inder Person seines PannertragerS selbst vor gekränkt hielt,
bei
i) Anohclm.
s) Etwelche Spuren von den meisten, finde» sich auch in den Ur-kunden. Vou allen (ausser der Iweptracht unter ihnen selber)redet Gnicciardint (X. B-)z) „Schwächung».
4) S. Abscheid vom 5. Jenner.
5) Die lNemoirss äs L»xsrä Lliax. 47. reden von fünfzehn bistwanzigen.