Band 
Sechster Jahrgang.
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beschwerte sich darüber auf offener Tagsatzung, ward abereinstweilig mit seiner federnde» Genugthuung an die Ob»rigkeit des Beklagten gewiesen i). Eben so siengen derdreyörrische Commissar und seine Söldner zu Bellen;mit den benachbarten Thalleuthen von Bollen; und Ma-söx die losesten Händel an, und ihre Herren mußten vonden übrigen Ständen noch gezwungen werden, den dreyBünden, welche doch kürzlich ihnen allen, manchen red.lichen Dienst geleistet, an ein eidgenößisches Recht zufolgen r).

Hinwieder litten Schuldige und Unschuldige viel vondem mancherley Ungemach, daS eine solche Fehde in fol»cher Jahreszeit nothwendig mit sich führen mußte. Nichtwenige Mannschaft büßte durch Krankheit, einige auch inden Scharmützeln mit dem Feind, am meisten aber vomFrost auf dem Heimmarsch ihr Leben ein.

Aus alle diesen vereinten Gründen war itzt alle Ehrbar»keit in der Eidgenoßschaft übel genug auf den StandGchrveiy zu sprechen, der durch seine übergrosse Em.psindlichkeit (hieß es) diese Waffenhebung veranlaßt; undam allerschlimmsten auf den ewigen Feuerblaser von Sit-ten, der, nach seiner eigenen Art und Kunst, auch dieß»mal einen geringen Funken in volle Flamme gejagt, unddie seit einigen Monathen zwischen Fried' und Unfried'schwebende Lage gegen Frankreich, wieder in erklärtenKrieg mit dieser Krone zu verwandeln gewußt 4). Da»her wurde schon von den Gesandtschaften der Tagsatzungzu Lnzern vom Ienner an die Hoheiten der Gedankenach Haus genommen, wie nöthig es wäre, eine gemein-same Verkommniß zu treffen: Daß könftig kein Ort ohne

r) Abscheid Zürch vom -8. Ienner.

s) S. die Abscheide Luzern vom Jen», und Zürch vom S. März.

z) Dullmger. 4) Ebenders.

(Schrv. Mus VI. Iahrg. 9. Heft.) T t