sen, oder vielmehr auf die Schwierigkeiten die man ihnenmachte, um darüber zu einer Audienz bey dem Könige zugelangen, geriethen sie auf den Gedanken, den Beyspielenvon i66z. und i68i. deren Anwendung man ihnen nichtgestatten wollte, das Beyspiel von 16)4. unterzustellen.Geschwind berichteten sie diese ihre Eutschücssung rnsLand, und baten im Fall der Genehmigung um authen.tische Auszüge dessen, was von dieser Gesandtschaft inden öffentlichen Archiven vorhanden sey. Damals nam»lich wurden, auch im Namen der evangelischen Ständeallein, der Seckelmeister (nachher Bürgermeister) Salormou Hrrzel von Zürch, der Rathsherr (nachher Gene.ral) Ludwig von Erlach von Bern, und der Raths«Herr Ziegler von Schaffhaufcn an Ludwig ab«geordnet, indessen, um ihnen entgegen zu arbeiten, eineabsonderliche Gesandtschaft der katholischen Orte fast zuderselben Zeit sich bey Hofe einfand. D>e genannten dreyAbgesandten wurden in den Kutschen des Königes undder Königin, davon die zwey »ordern mit sechs, die zweyHintern mit vier Pferden bespannt waren, nach St.Germaiu en Layc, wo sich der Hof aufhielt, geführt;beym Aussieigen unten an der grossen Treppe von demMarkis von Aesle, Ritter des H. Geistes empfangen,der sie durch die Schweiger und schottischen Garbenunterm Gewehr, in ein Vorgemach — wo man sie eineWeile beym Kamin warten ließ — und bald darauf durchzwey andere Zimmer in das geleitete, wo der König war,der, stehend und den Hut abziehend, die Abgesandten
klagte sehr über Kränkungen von Seite des Hofes; besondersüber alles, was sie von Colbeot, der unlängst gestorben war,habe ausstehen müssen. Unsre Gesandten hatten keine Mühe,in diesen Klageton einzustimmen. Die Herzogin überhäufte sie mitHöflichkeiten, und entließ sie, wie sie waren bewillkommet wor»den, »mit einem freundlichen Kuß».