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matt und kriechend denken. Doch werdendiejenigen / welche ihre Muse in neuen Bil-dern und starken Gedanken üben wollen, anHerrn Pastor Langens Oden / vortrefficheMuster finden, und man kan sich von ihremWerthe schon vieles verbrechen , da sie dergrölte Kunst-Richter unsrer Zeit seines Bey-falls würdiget. Der Anhang zu diesen Odenbestehet in drey Horatzischen gleichfalls reim-losen Gedichten , welche die würdige Ehegat-tin des Herrn Pastors zur Urheberin haben.Sie zeiget darin» mehr als ein männlichesFeuer, und widerlegt den Vorwurf, derihrem Geschlechte bißhrr gemacht worden,mit ihrem Erempet. Dieses Urtheil gebenwir nicht für das unsrige. Es ist entlehnt ausder Franckfurtischen gelehrten Zeitung dl.I.XXHI, 1747. Ist für ;<- kr. zu habest.
OstNS. änci dürrerm; live ste Oeo 8edlrrui L dibri IX. Lminemillirm 8. U. L. Osr--iinLllz Gleich, äs koli^nac. Opus polllm-mum. Usristi; 1747. groß Octav. 2 Band.Das Leben, der Nahmen und die Verdienstedes Herrn Cardmalen von Polignac sind dergelehrten Welt allzu bekannt , als daß esnöthig wäre davon weülauffig zu reden.Dmer grosse Mann , um dessen Freundschaftsich die grölten Männer beworben , dessenWitz und Gelehrtheit ganz Europa bewun-dert , ein Freund der Wissenschaften, undein wahrer Verehrer der Tugend -, starb1741. im Listen Jahr seines Alters. SeineNachfolger in der Academie der schönen Wis-senschaften und der Königlichen Academie derWissenschaften , waren der gelehrte Herr 6e!s Lore und (ie XIsirLN. In der Rede deserstem , die er zum Lobe seiner berühmtenVorfahren gehalten , und die in den Hän-den der Gelehrten ist , finden wie ein Lebe«von 80 Jahren abgeschildert , so daß keinTheil einer so langen Laufbahn ist, Vernichtdurch einen besondern und eigenen Glanzberühmt feye. Da zeiget sich ein muntererVerstand ^ der in der ersten Jugend schonreiste Früchte getragen, und in dem grossenAlter noch geblühet : Ein grosser Geist, derin den wichtigsten Geschäften geübet, undAch bey verschiedenen Völkern von Europa
zum ewigen Ruhm seines Vaterlands be-rühmt gemacht; der weder stolz im Glück »noch niedergeschlagen im Unglück, sonder»allezeit gleich war : Welche Lebhaftig-keit der Seele ! Welche Embildungs«Kraft hatte er nicht ? Wie leicht wußte ev.aller Herzen zu gewinnen, und sich dieselbe«zu verbinden ? Mit welcher Beredlsamkcit,die er vmr den ersten Jahren seiner Jugendbiß in das späteste Alter im höchsten Gradbesessen, mit welcher Zärtlichkeit wußte ernicht die Sinnen seiner Zuhörer zu dezau-bern und einzunehmen. Diese und andereEigenschaften, weiche, ie verborgner sie sind,ie grösser sie werden, die Sanfimuth, dieLeutseligkeit, ein Herz das zur Freundschaftgebohren , eine edle Verachtung des Reich-thums , dessen Werth er nicht kennte, alswenn er dieselben mittheilen konnte, undder Eifer, die Religion zu vertheidigen, ha.den weder die Wollüste , noch die Ruh»noch das Geräusch der Geschäften niemahlsvermindern können. Jetzt kommen wir zuder Geschichte seines Werks. Ein Werk,das der gelehrten Well schon längsten bekannt,nachdeme die Gelehrten und die Freunde desHerrn Cardinalen ein sehnliches Verlangengetragen, so daß Neuton, der die ersten 5Bücher gesehen und gelesen , in einem Briefeden er an ihren.berühmtenVerfasser geschrie-ben sagt, -er würde vergnügt sterben, wenner nur Pas ganze Werk im Druck sehenkönnte. Da Herr Cardinal als Gevoll-mächtigtcr seines Königs in Pohlen gestan-den , und auf seiner Rückkehr den berühm-ten Bayle gesehen, der aber keine grosseAchtung für die Religion hatte, so faßte erden Vorsatz den Anki-Lucretium zu schrei-ben , die Fabeln und Lehren des Evicuriund seiner Anhänger zu bestreiken und zuwiderlegen, welche Lucretius prächtig besun.gen; Die Gottheit, die Natur und die Ver-nunft zu rächen, die Evicur in seiner Weiß-heit und seinen Lehren entweder verachtetoder aus der Welt verbannet hatte; Er ver-fertigte die ersten 5 Bücher in der AbteyPonport, wo er ; Jahre nach seiner Zu-rückkunft aus Pohlen in der Ruhe zugebracht;
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