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Diese haben Ludwig der Grosse, Clemensder Xlte , Malebranche , Neuton, Loke,Clericus, Boläus und andere seiner Freun-den nicht nur gesehen, sondern gelesen undbewundert, obwohl er ohr.geachtet des An-haltens und der Verbitte dieser grossen Män-ner sich nicht entschließen können bey seinemLeben dieses Werk an Tag zu geben , so ha-ben wir doch etwelche Strophen darvon inden damahligen gelehrten Nachrichten erhal-ten, welche bey der gelehrten Welt ein sehn-liches Verlangen erweckt daS Werk sechstenzu sehen. Endlich erhalten wir es durchden Tod -seines Verfassers, dessen Ruhm esverewigen, und dessen Nahmen es unsernspätesten Nachkommenen bekannt und großmachen wird.
Dieses Werk enthaltet ohngefehr lroooVers in y Büchern. Das erste handelt vonder Wollust. Evicurus suchte darinn dashöchste Gut und die wahre Glückseligkeit.Er zeiget, daß desselben Lehren den guten«Sitten , der menschliche» Gesellschaft , derTugend und der Vernunft zuwider, und rä-chet die Religion , welche durch das Lehrge-bäude dieses Weltweisen völlig über einenHaussen geworffen worden. Er zeiget daßvon derselben unser wahres Glück abhänge,und daß die Wollust in der Tugend , undNicht die Tugend in der Wollust zu suchenstve.
Das andere von dem leeren Raum, wel-chen Evicurus erdichtet, und in welchen erdie Welt gesetzet, diesen so wohl alsReutonwiderleget der Herr von Polignac, und zei-get, daß der leere Raum nichts und ein erdich-tetes Wesen, und in der Welt alles voll seye.
In dem drillen bereitet er die Atomendes Epicuri, zeiget r.) daß es keine gebe.».) Daß sie nicht unendlich in der Anzahl:;.) Nicht untheilbar und ewig seyen. 4.)Daß sie keine eigene Schwäre haben. 5.)Daß sie sich durch ihre eigene Bewegungnicht können vereinigen , wie dieser Welt-weise vorgegeben; Die drey ersten Sätze be-weiset er m diesem Buch, die zwey letzteminr nachfolgende» ; worinn er von der Be-
wegung der Atomen handelt , dieselbe s»wohl als ihre Schwäre widerlegt, und dieschwärmachende Materie in der HimmelS-Luft findet; Er zeiget, daß kein Cörper vonsich selbst schwär oder leicht seye , widerlegt-Neuwns Mevnung von der anziehendenKraft , vergleichet dieselbe mit des CartestiZeiget daß die Atomen des Epicuri sich we-der vereinigen , noch wieder zurück springenkönnen; Endlich wirst er des Spinoza Mey-nung von der ewigen und der Materie an-gedohrnen Bewegung über einen Haussen,und zeiget daß dieselbe ein von der Materieverschiedenes Wesen müsse, zum Urheberhaben.
In dem fünften Buch handelt der Autorvon der Seele, zeigt daß dieselbe nicht cör-perlich , daß sie mit der Materie nichts ge-mein habe, daß sie ein einfaches und ewi-ges Wesen stve , widerlegt Loke, indem erzeiget daß die Materie nicht denken könneendlich beweißt er die Würlljchkeit der Seelc-uird daß sie von dem Cörper wett unterschie-den , aus der Freyheit des Menschen.
Nachdcine er jetzt die Lehren des Epicuri-vollends bestrikten, und die Vvrtreflichkeitunserer Seele bewiesen ; so handelt er indem sechsten Buch von den Thieren , inson-derheit aber von den Seelen derselben , unduntersuchet , ob denselben Seelen zuzuschrei-ben seyen oder nicht. Obwohl Herr Cardi-nal sich vor keine Meynung deutlich erklä-ret, so scheinet er doch auch in diesem StückeCartesir Meynung zu seyn; Von den Thie-ren kömmt er auf den Saamcn der Ge-wachsen , und zeiget im siebenden Buch dieLächerlichkeit der Eric-wischen Meynungvom Ursprung und der ersten Nahrung derlebenden Geschöpfen; Hierauf kommt er aufdie Zeugung der Menschen und der Thieren.Das achte Buch handelt von der Welt über-haupt-, von ihrer Figur und ihrer Regie-rung ; Hierauf erkläret der Autor die dreyverschiedenen Weltgebäude, und vertheidigetdas Covernicanifche gegen die andern , dieversthiedenen Bewegungen der Himmels-.Cörper, und derselbe« Ursachen , die Bewe-gn»--