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Zreymüthtge Nachrichten
Von
Muen Mchem, «A »MrnW
Gelehrtheit gehörigen Dachen.
VII. Stück. Mittwochs, am 14. Homung 1748.
Eipzig. Allhier siehet manbey Johann Wendler L.F. Gellerts Lustspiele,inOctavo. Wenn wir dengeschickten Herrn Geliert,einen von den besten und» Wj W . «- glücklichsten deutschenDich-tern unserer Zeit , nennen; so dürfen wirwohl nicht leicht einen Widerspruch befürch-ten / es müßte denn etwa der Neid seine ge-wöhnliche und keiner Beantwortung würdi-ge Einwürffe wider ihn zu Markte bringen.Deine Dichtkunst ist nicht allein flieffend undnatürlich, sondern auch reitzend, einnehmend,lehrreich und unterrichtend. DaS schleichen,de Feuer in seiner Poesie gefällt uns : abernicht das schleichende Feuer in seinen Glie-
dern ; dem ersten wünschen wir eine sehrlange Dauer; das andere möchten wir gernedämpfen hclffen , wenn wir nur könnten.Hauptsächlich treffen wir in seinen Fabelneine beliebte Kürze, eine der Natur der Sa,chen allemal gemäße Ausführung, und einein 2 biß ; Zeilen unerwartete und das Her;rührende Sitten. Lehre an. Seinen Lust-spielen fehlt es weder an artigen Verwicke-lungen , noch sonst an nöthigen Schönhei,ten. Sie sind von unerlaubtem Scherz,und von verwegenen, die Bescheidenheit krän-kenden und die freche Wollust nährendenAusdrückunqcn sehr weit entfernet. Es istzwar bey Gelegenheit'seiner Betschwester, einharter Widersacher gegen 'ihn aufgestanden;jedoch, er macht es, wie man es in solchenG Fällen