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nicht gefällt, den Dienstfertigen nennenkönnen. In eben diesem zweyten Satzemacht er eine so poßierliche Wendung , auswelcher man siehet, wie sehr es ihm darumzu thu» ist , die Wichten der Menschen-Liebezu erfüllen - die seiner Meynung nach innichts bestehen, als andern eine Lust zu ma-chen. Er thut nemlich , als ob der Men,schen-Freund eine zweyte Person wäre, unddurch seinen Mund rede. Doch im drittenSatz begreift er, daß er sich noch nicht deut-lich genug erkläret hat, er giebt sich also mitzweyen Worten besser zu erkennen , und siegt,daß er es selbst sey, der die Ehre habe, sichnut seinen Lesern zu besprechen ; er sey selbstder Menschen-Freund. Da haben sie alles,spricht er, was ich ihnen sagen kan. Esscheint auch würklich, daß er nichts mehrhervor zu bringen gewußt hat; denn er fängtgleich an von einer moralischen Reise zuschwatzen; er will seine Leser in die Weltführen, die sie vielleicht schon besser kennenals er; er will auch junges Frauenzimmermit auf die Reise nehmen , und versichertdie Mütter, daß es mit ihm keine Gefahrhabe. Daß er weiter zu reisen willens ist,als sich je ein Robinson gewaget hat, mer-ken wir daraus , daß er auch in das Reichder Geister reisen will. Wir widerrathenihm dieses wohlmeynlich , wenn er auchSünder Paul Hovvens Fuhrwerk hätte,weil die Reise etwas gefährlich ist , und beyder 2 vna eorrillL vorbey gehet. Man hataus der Erfahrung , daß alle diejenigen,welche dieselben mit einem schwachen Gehir-ne vorbey gestrichen, noch ungesunder zu-rück gekommen sind. Wie wünschen ihmindessen eine glückliche Reise. Es ist übri-gens noch zu merken , daß unsere Wochen-blätter alle mahl 4 Seiten bcreimet, und 4Seiten in einer magern Prost beschreibet.Die Erfindung und Gedanken in den soge-nannten Gedichten sind bißweilm nicht erha-bener, als sie uns die Ehre der Schuster,Hans Sachse, wohl-löbl. Andenkens , undandere von seinen poetischen Anverwandtenin gerader Linie hinterlassen haben. In dem
ersten Blakte findet man ein Ding, welcheseine Fabel seyn soll, so aber mit derselbe»weiter nichts ähnliches als die Ueberschrifthat. Es beißt: Der junge Sänger.Welches dlk. der Menschen-Freund seyn will.Die Moral soll seyn :
Wer nicmal singt,der singt auch niemal schön.Besser «der hätte es geheißen:
Wer einmal schnarrt, der schnarret immer.
Hierauf folget gereimet, der böse Ehemannund das gedultige Weib. Dieses scheinetgleichfalls ein Gleichniß auf den Verfasserzu seyn; shnfehlbar ist der döst MannApollo, und seine Muse das gedultige Weib,welcher der Mann nicht auftanzen will,wenn sie es verlangt. Das dritte und letzteGedicht im ersten Blatte heißet die Wahr-heit; der Menschen-Freund läßt sie auf eineabgeschmackte Art in die Wochen kommen,die Nachbarinnen eilen herbey, man sinnetauf den Pathen - Schmauß, und kurz, erkömmt biß auf die Windeln, u. si w. Soviel mag von dem Blatte genug seyn. Dieübrigen durchzugehen, wirb sich kein Menschdie Muhe nehmen, und man hätte denMenschen - Freund auch gewiß dieser Beur-theilung nicht gewürdigei, wenn es nichtnöthig wäre, daß man einen verwegenenund unberuffeuen Scribenten eben so auf ein-mal niederschlagen, als ein Unkraut mitStumpf und Stiel ausreutrn muß , wennbeyde nicht die gute Saat anstecken sollen.Noch eins. Weiß derjenige Meister-Sängerwohl, daß wir schon einen Menschen Freundhaben, der 1718 und 17)9 in Hamburg ausLicht getretten ist.
wlttenberg. Unter dem Titel: Lmsii'-
cum elsAanciorl; jurizpruäemi-x rii'mccien-cko feucislem pmvincism capellivicKIsttinuL LsilLäenius , t'kjl. sc I.eA O.jur. keuä. ?rvf I?ukl. Lr kac. jur. /käs.hat der Hr. Professor Chladenius die beymAntritte seiner Profeßion gehaltene Rede auf11 Bogen in Quart bey Ahlfelden heraus-gegeben, oder vielmehr, wie er in der Vor.
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