Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
58
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„chcleyen nicht mehr haften wolle», so strö-„me er mir Drohungen und Bannstrahlen„auf fle !oß , daß sie zu Grunde gehen müs-„sen; An sewen gedruckten Reden seym„gotteslästerliche Ausdrücke, und mit seinen„Liedern ärgere er die ganze Christenheit;„Er wolle aller Orten demüthig scheinen,„blase sich aber tn seinen Schriften derge-stalt auf, baß der Hochmuthsgeist auf allen»Blättern zu finden , wie denn seine neueste„zu Ebersdors stückweis ausgehende Schrss-„lcn oder Briefe,, (Ludwigs von Zinzencorfoder von sich selbst) d. i. natu-relle Reflexionen über allerhand Matenen,nach der Art, wie er bey sich selbst zu denkengewöhntest) „von berArtsiyen, und voller„Unwahrheiten und Judas-Streichen stecken;„>"eine vermeinte Demuth bestehe in einer„Gemeinmachung mit den geringsten Leuten/„ni-u-l semc Ehre zu iacristciren, sondern soi,„che eben dadurch zu bauen , sich Meister„von melen tausend Gemüthern zu machen,„und nach Gefallen dann mit ihnen zu agi-„ren; man lese mit Erstaunen , mit was„Trähungen, ja Schmähen und Bedrohen„er seine Autoritet soursniic- ; werffe er„ (Hr. Graf von Scollberg) seine Augen„ausdie Sacramente, Ehe-Sachen, Loose,„Mißionen und dergleichen, so stehen ihm„vollends die Haar zu Berge, und verwun-dert sich über die Langmuth GOttes, re. rc. „auf diesen Brief folgen drey Anmerkungendes Herrn Fresenius, 2. von der Verach-tn»; der H. Schrift unter den Herren-hutern, p. ir>. u. f. bestehend in neun derwichtigste» Proben aus den Schriften desGrafen, vornehmlich wie schlimm und frechderselbe mit der H. Bibel umgehe, als wäreer von seinem Bruder Edelmann < siehe I.Che. Edelmanns Christus und Belial) undgleichgesinnten dazu bestellt, so daß Hr. Fre-senius sich nicht enthalten kau, diese seltsa-me Ercellenz unter die grösten Erz-Betrügerund Verführer zu rechnen, die jemahls aufder Welt gewesen. Eine Nebengloffe kön-nen wir nicht umbin ganz anzuführen: Inden pensylvanischen oder gedruckten

Sammlungen wichtiger Nachrichtenaus dem Natur-und Airchen-Reich im7isten St. >746 heißet es: Graf v. Zin-zendorf erklärte sich zu Gemantown inder Neformirten Rirche: Er sexe indem Stück mit den Römischen einig,daß man dem gemeinen Mann keineBibel iil der Hand lassen solle. b. Vonemer besondern Unwahrheit des HerrnGrafen vonZinzendorf, ?. 15. u. f. auseinem in lateinisch-und deutscher Spracheabgesetzten ckeüimnnio der theologischen Fa-cultät zu Coppenhagen, so deutlich erwiesen,daß er billig gebrandmarkel ist als einer derunverschämtesten hügncrn, dessen Gewissenalle Furcht vor GOtt und alle Scham vorden Menschen veriohren habe, der strne Zu-siucyl zu einer ostendnren Lügen zu nehmensich nicht entblöde, selbst wenn es darumzu thun seye seine Reinigkeit in der Lehr zubeweisen, c. Von dem bisherigen sssach-sehen des politischen Standes in derHerrnhuuschen Sache , p. f. L.

Enthält drey merkwürdige Briefwechsel 3.zwischen dem Herrn Abc Steinmetz und demHerrn KI. Spangenberg, einem berüchtigtenPartisan des Grafen , is?- u. f. b. Zwi-schen diesem und dem Herrn Consistonal-Rakh und Ii'.spectvr Burg zu Breßlau, p.'8r u. f. e. Wieder zw scheu demselbenund dem Herrn Pastor Skruensee zu Halle,p r?4. u. s. denen angehänget ist ein Briefvon einem Herrn Gruber aus Pensylvanienvon des Grafen Sprüngen in solchem Land,samt kurzen Anmerkungen des Herrn Frese-nius über die vorstehende Briefwechsel, p.r;y. u. f.

O. Ronigsbergische Conststorial Actenvon den Herrnhurischen Unruhen indortigen Gegenden. >0. 270. In diesenActen", die auf hohen Königlichen Befehlcntworffen und eingesandt werden müssen,kommt vieles vor von den ZinzenborstschenEmissarien (welche aller Orten mit dem Geistihres Meisters getauft erscheinen) ihrer Frech-heit , Unwissenheit, Irr-Lehrcn, Lügen, Ver-stellungen , insonderheit da sie sich auch un-

terstan-.