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Grund einer Politic , und um äußerlicherOrdnung willen, ist erfunden worden; (**);so muß ein starker Geist durch keine Religionsich die Freyheit zu gedenken einschränkenraffen; sondern nur das annehmen, weitermit seiner Vernunft begreiffen kömre.
(*) In seinem Buche von der Freyheit zudenken, welches 17 z das erste mahl zuLonden unter dem Titel, a viscoms ok'rreeikinkinZ ans Licht trat.
<**) s. Herr Bentley, Anmerkungen überdas Buch : Freyheit zu gedenken,welches schöne Buch in Halle 174; vonHerrn Fries. Eberhard Rambach , alseine wohlgerathene Ueberscyung ans Lichtgestellet worden.
§. 2 Herr Bentley, der sich durch dieWiderlegung des Collinistbe» Buches vorandern den der gelehrten Welt einen unsterb-lichen Namen erworben, lässet sich bey die-sem Punct mehr von dem Assect , um denCollin mit gleicher Münze zu bezahlen, undihn vielmehr zu einem Lügner und Betrügerzu machen, als die Begierde, den Beweis,,oder vielmehr den Schluß des Collms zuentkräften , die Feder führen. Denn er läug-ncl dem Collin seine Erzählung ganz weg,und sagt: Dieser Mann muß Homeri JliaSentweder wenig oder gar nicht gelesen haben.Den» wenn er es gelesen hätte, so würdeer vermuthlich daraus gelernet habe» , daßdie Götter nach dem Ledr-Bcgriff der Hey,den weder auf Erden essen, noch sonst aufirgend eine Weise an den Mahlzeiten Theilnehmen können, die von Menschen für siezubereitet worden. Homerus schreibe aus-drücklich : »G , (die Götter der Heydeu)»essn kein Bn -, und triukcn keinen Wein.»Daher habe i sie auch kein Blut , und»werden unsterblich genennet.,, Collin ho-he seine Gedanken vermuthlich nirgend an-ders , als aus der Historie vom Bel zu Ba-bel , hergenommen. Alles , wovon man dieGö ter Antvest zu nehmen geqlaubet, wäreausser der dadurch erwiesenen Ebre, unddem damit verbundenen Gebet, dieses, daß
der gen Himmel steigende Rauch sie erquicke,öder, wen» man so reden wolle, ernähre.Welches alles Herr Bentley mit einigen an-dern , aber nicht hinlänglichen Zeugnissen zubestätigen suchet (*).
(*) s Bentley, l- c. p ss u. f.
§. Die Klugheit so wohl als die Auf-richtigkeit erfordert es, daß man in Strei.rigkeiten einem Gegner so viel einräume, aiSmit der Wahrheit übereinstimmet, zugleichaber zeige, daß sein Pfeil, womit er uns zuschaden getrachtet, uns nicht getroffen habe.Diesem nach hätte Herr Bentley dem Collinden angenommenen Satz einräumen können,weilen er bey genauerer Prüffunq allerdingsgar wahrscheinlich ist. Plato meldet vonseinen Glaudens-Brüdern den Heydcn, daß,wenn sie das Fleisch der Opfer, die sie ge.bracht hatten, geesscn , sie solches : mit denGöttern essen , oder Fest halten , genen-net hätten (*), welche Aus rücke in ihremvollen Sinn uns einen solchen Begriff er,wecken, welcher den Collüüschen Gedankengemäß ist. Homerus sechsten lässet den Al»cinous davon folgender Gestalten reoen:Die Götter lassen sich von uns sehen,wenn wir-ihnen unsere Opfer bringen,sie essen mit uns, und sitzen mit uns aneiner Tafel (**). Diese Einbildung gicn-ge so weit , daß , wenn nach der Mahlzeitder Becher mit Wein herum gienge, vordie Götter etwas auf den Tisch gegossenwurde (***).
(*) piaro Tom.il. «ie leZibi». II. p. ss;.(**) oäyss. V. rar. ausgleiche» Schlag er-zählet er etwas von dem Nestor , Ockyss.III. v. 428. von den Aethiovern , Jl. I.v. 4*1. und dem Agamemnon, Jl. II.v. 42s. Der hochwürdige Herr Abt Moß-hcim schreibet daher gar recht in denAnmerkungen zu des Origenis achtBüchern von der Wahrheit der Christ-lichen Religion, p. 2-5 »Die Götzen.»Priester haben den Griechen schon in den„auerättcstcn Zeiten eingebildet, daß ein»Opfer »ichs , als ein Gastmahl der
»Götter