Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
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150
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eirem nmri'chcn Mangel an Beweisen krankliege. Er that vielmehr mit gute» Grün-den dar, daß eben dieser Kayser und Marr-miliauus deutliche Merkmahle von sich bli-cken lassen , was Massen lie sich und demRöni. Reich noch nichts vergeben und nach,gelassen hätten. Wie denn Gregorms Letiselbst mit einem Zeugniß bestärke, daß dieRepudlick Genua über Mics , was sie besitze,des Kavsers Hoheit erkenne. Die Genueserhaben sich auch vor Ferdinande l. wegenFinal stellen, und desselben Ausspruch re-specüren müsse«. Kayser Leopold legte ih-nen so gar auf, daß sie ihm aus schuldig-ster Unterthänigkeit Hülfe und Beystand lei-sten mußten , welches Kayser Joseph eben-falls Befehls - weise verlangte- Wie es dennauch unter der glorreichen Regierung Kay-sers Carls des viten , glorwürdigsten An-denkens , an dergleichen Beyspielen nichtmangelt. Noch mehr stehet den Genusernihr eigenes Bekänntniß im Wege , vermögedessen sie sich , als dem Röm. Reich gehö-rige , verbindlich erachtet, zu Zeiten Caroliv. ihre Privilegien , von selbigem erneuernund bcstättigen zu lassen , welches auch vondiesem Herrn geschehen. Merkwürdig isthierbei, , daß Genua eine Ra^serlicheStadt in dem darüber errichteten Instru-ment genannt wird, dergleichen auch in ver-schiedenen andern Urkunden vielfältig vor-kömmt , als aus welchen klärlich dargethanwerden kan , daß die Repudlick Genua demRömischen Reich zuständig. Ist dieses , sohat sie unbefugter und unrechtmäßiger Weisedie Waffen wider das Kayserliche und Kö-nigliche Hungarische Hauß ergriffen, undden Feinden des deutschen Reichs allen Vor-schub gethan. Die Genueser- haben sich da-hero nicht allein gegen das Kayserlich-Kömg-liche Hauß , sondern auch gegen das Römi-sche Reich vorschlich vergangen , und vor-nehmlich darinne verflossen, baß sie dem mitKayser Carl dem viten bey Erkauf, undAbtrettung der Marggrafschaft Final errich-teten Vertrag zuwider gehandelt, und feind-liche Völker in diese Vestung eingenommen.

Solte nun den Genuesern nicht recht gesche.he» seyn , daß ihnen die hohe Gedankenvertrieben, und sie etwas gedemüthiget wor.den ? Der Kayserliche Hof ist bey alle demso gnädig , und läßt ihnen diejenige Streu-gigkeit nicht angedeyen , damit sie ein Lud-wig der XtV König in Franckreich heim-gesucht.

Freyberg. Nachdeme der bißhcr zuNaumburg y Jahre als Conreckor und 5Jahre als Rector gestandene wohlverdienteSchul-Mann !A. Ioh GvlNieb Biedermann,welcher sich so wohl durch seine 8cko-lastica, als auch andere wohlgeraiheneSchritten, bey der gelehrten Welt in An-sehen gesetzet , ohnlängst an das hiesige be-rühmte Gymnasium zum Rectorat beruffenworden; so nahm unser hochverdienter HerrDuperintendens, v. Christian Friedrich Wi,lisch, Gelegenheit, am 8ten May vorigenJahrs, zu dessen solenner Jntroduction durchein proZramma ste lnvestirurs Lrmonicipsr librum , per l-L. u!um, Lpi-

scopi per haculum 8e snnulum iimul, aäcliäiuin Ilivi Lernrräj, einzuladen, zugleichaber von seiner Stärke in rekus Lcclesta-tiicis eine überzeugende Probe darzulegen.Da hierauf am 27sten Junü die jährlicheGedächtniß-Rede wegen der Eccard-nndRichkerischcn Stiftung eines Frey-Tischesfür einige Gymnasiasten abzulegen war ; soinvikirte der neue Herr Rector Biedermannzu deren Anhörung vermittelst einer lateini-schen Abhandlung ste Xlonclbus INuiarumciomicilstz , worinn er mit vieler Belesen«heil gezeiget , daß der Vorzug, welchen diehcydnischen Völkern in den alten Zeiten denBergen und erhabenen Orten beygeleget,grösten Theils aus einer Nachabnnmg desIsraelitischen Volks herzuleiten sey , beywelchem verschiedene Berge durch göttlicheOffenbarungen und gnadenreiche Begeben-heiten geherliget worden.

Frankfurt und Leipzig. Allhier ist indem vergangenen rasten Jahr eine Schrift

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