Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
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157
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Die Zeit der Blühte eines jeden Krauts undihre Tugenden jeyn auch kurz angemerket.Da nun verschiedene Gegenden der Land-schaft Basel, und jonderüch der Warten-berg mit einer grossen Menge figurirter Stei»ne angefüllet seyn , so hat unser Herr Ver-fasser auch hierin» denen Lesern das Merk-würdigste vor Augen gelegct , und in einemso getreuen als wohigerathenen Knvftrstichezu ergötzlicher Betrachtung mitgetheilet. Eszeigen sich darunter solche Stucke, welcherWerth und Seltenheit die Achtung derKenner sehr wol verdienen. Der Herr Ver-fasser handelt in dem Vorbeygange auchvon dem Ursprünge dieser Versteinerungen,und führet die verschiedenen Meynungen da-von getreulich au, überläßt aber den Ent-scheid dem Urtheil des Lesers. Uebrigens ver-spricht er diese seine nützliche Arbeit fortzufüh-ren , biß er die ganze Landschaft Basel auf einesolche Weise werde beleuchtet haben, worzuihm denn ohne Zweifel ein jeder Gesshicht-und Natur- liebender Leser Zeit und Ge-sundheit wünschet. Noch eines ist in Anse-hung dieser Arbeit zu bemerken , daß nerv-lich der Herr Verfasser ein Mitglied der deut-schen Gesellschaft in Basel sey, an welcheauch seine Anrede gerichtet ist. Und manmuß bekennen , daß feine Schreibart ganzrein, natürlich und ungezwungen, und kei-neswegs nach dem strengen Schul-Eigen-sinn schmecket. Ist für ;o kr. zu ha,den.

Halle. A. G. M. versuch, die Noth-wendigkeit der nähern Offenbahrungzu erweisen , ohne sich auf die Lehrevon der Unsterblichkeit der Seele, odervon der Genugthuung zu gründen.1747.14 und einen halben Bogen in Oekav. Ausdieser Zuschrift ersehen wir, daß der Namedes Verfassers Wasch heisset. In stimmBuche findet man zuerst eine vorläuffige Ein-leitung , in welcher die verschiedenen Gat-tungen der Naturalisten betrachtet werden.Darauf folget das erste Haupt-Stück , vonden Möglichkeit einer göttlichen Offenbah.

rung, welches in verschiedene Abschnitte zer-theilet ist. Der erste davon betrachtet dieMöglichkeit der göttlichen Offenbahrun-gen an sich. Aus diesem wollen wir nur-den 41 sten ö. hersetzen, weil er uns die Artdes Beweises des Herrn Masch kürzlich dar-stellet. Unsere ganze Erkänntniß, heißt es,sie mag so geraum und weit seyn , als esimmer seyn kan, ist dennoch endlich, undin gewisse Schranken eingeschlossen. Wieviel ist also noch übrig , welches wir nichtwissen? Wie viel aber begreift die unendli-che Erkenntniß unter sich? Daher weiß GOttsehr vieles , was vor unsern Augen verbor-gen ist. Nun wird zu einer Offenbahrungeine Bekanntmachung des göttlichen Willenserfordert. GOtt aber weiß sehr viele Din-ge , die wir nicht erkennen ; GOtt begehretund verabscheuet auch viele Dinge, davonwir nichts wissen ; folglich kan uns GOttbekannt machen, was wir erkennen, begeh-ren und verabscheuen sollen. Im zweytenAbschnitt wird die Möglichkeit der Offen-batzrung in Absicht aller Eigenschaften GOt.tes dargethaw Biß dahin ist der Menschbloß in Absicht derjenigen Stücke betrachtet,die ihm als einem Menschen zukommen»Nun wird er auch als ein Einwohner dieserErde, und ein Theil dieser Welt angesehen,der gewissen Einschränkungen, die nur dieseWelt, nicht aber das blosse Wesen des Men-schen an sich betrachtet, nothwendig macht,unterworffen ist. Als Einwohner der Erdenkan der Mensch aus zweyerlcv Art vorgestel-let werden, nehmlich zuerst in seiner höch-sten Vollkommenheit, wie er beschaffen seynsoll, wie er in dieser Welt möglich ist, undwie der erste Mensch von GOtt erschaffenworden. Hier beweiset Herr Masch , daßwir aus dem Zusammenhange der Welt dengöttlichen Willen als eine Vorschrift unsererHandlungen erkennen ; daß die Forderungendieses Natur- Gesetzes in dieser Welt iswob! , als auch von den Menschen müssebeobachtet und erfüllet werden können ; daßdasselbe Gesetz alle freue Handlungen derMenschen bestimme; daß der Mensch m-r

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