Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
163
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Zu gleicher Zeit beweget sich daS Her; unddie Lunge. Der Lauf des Geblüts von derMutter zum Kinde , und von dem Kindewieder zu der Mutter, ist so ordentlich zusehen / daß jedermann, er sey in der Anato-mie erfahren oder nicht , leicht eine Wissen-schaft davon bekommen, und die ganze eir-culacion » wie 8: bey lebendigen Menschenist, sehen kan.

Braunschrveig und Leipzig. Einewunderschöne Hiftorie von dem gehörn-ten Siegfried dem Zweyten , das ist,wohlverdiente Züchtigung einer Schand.schrift, welche die sogenannte Evange-lische Rirche Mährischer Unität, durchihren würdigen Vorfechter ^ibinus 8m-ccrur ausgehen lassen, dem beleuchten-den Siegfried und heimleuchtenden ^Ib.8inceru5 statt einer Laterne verehret voneinem ver dich Richtet nach Sprüchw.Lal. XXVI. s. Octav l? und ein halben Bo-gen. Herr Doctor Baumgarten hatte in ei-nem seiner Theologischen Bedenken seine Ge-danke» von den Herrnhuthern eröffnet, wi-der welche sich zweene Gegner unter denenauf dem Titel hier angeführten Namen er-hoben. Diese führt der Verfasser gegenwär,tiger Schrift ziemlich scharf und beissend ab.Das erste Buch , so auch eine Einleitungheissen kan , beschreibt die Abentheuer desgehörnten Siegfried li. nach Art eines Rik-terbuchs, wenigstens was die Summariender Capitel betrift. Man wird den Heldenleicht errathen , wenn wir etliche von den-selben hersetzen, r.) Wie der iunge Sieg«fried il. gegen den Willen seiner Vorgesetztenein Ebentheurer wird. 2.) Wie der RitterBalbanders allerley Ebentheuer bestehet,z.) Wie der Ritter Balbanders ein neuesReich aufgerichtet aus alten Stücken. 4.)Wie BalbandrrS das alt-neue MährischeReich in eine Landcharte bringet, und sieschön ilmminiret, auf die Art der Chartevon Utopien rc. Der übrige Theil des Werksist mir Vertheidigung des Herrn DoctorBaumgarteus, und Aufdeckung der Herrn«

huthischen Gräuel, besonders aus dem i?tenTheile des Herrnhuthischcn Gesang-Buchesbeschäftigt. Ist für 20 kr. zu haben.

Hildesheim. Hier ist kürzlich abgedruckt:M Johann Carl Rokens, Pastors»Raths-Predigers und Consistorial-Astsores, erste Rede von den Eigenschaf-ten einer obrigkeitlichen Person überüLhron. 19 : 6. auf dem Rath-Häuftden 2? August -747 gehalten. Ohner.achtet diese Materie von verschiedenen Ge-lehrten ausgeführet worden ; so verdienetdoch des Hertn Kokens Predigt den Ruhm ,daß sie nicht überflüßig sey. Die vernünftigeEinrichtung derselben muß den Lestrn gefal,leu. Im Eingänge redet er vvm Ursprungmenschlicher Gesellschaften; von der freyenRegierungs-Art, welche unter den EngelnStatt findet, und von dem Zwang - Regi-ment , welches wegen der jetzigen Beschaf.fenheil der mehresten bekannten Völker noth-wendig ist. Der Herr Verfasser glaubetsonst, daß beym Mangel der Laster eine Ge-sellschaft auch ohne Obrigkeit bestehen könne,und beruft sich auf des sel. Herrn Ander,sons Nachrichten von Grönland. Vielleichtlvürde der Herr Verfasser auch den Satz zu-geben , daß Christen als Christen , das ist,wenn sie Christi Sittenlehre völlig beobach-teten , keiner Obrigkeit bedürfften. Wenig-stens würde er wohl thun, wenn er künftigdiese Materie beyläuffig derührete. Wie be,sinnen uns , daß diefer Satz von einem ge-wissen Herbert, der aber vom Herbert Cher-bury unterschieden ist , zu Welau in Preuftsen vertheidiget worden. Es fthlete abernicht am schriftliche» Widerspruch. DieHistorie ist wenigen bekannt. Uns beucht,er habe eben so ein Hart Urtheil wegen die-ses Satzes nicht verdienet, als über ihn er-gieng. In der Rede selbst werden die Eigen-schaften einer obrigkeitlichen Perftn beschrie-ben. Der Ursprung der Obrigkeiten, wirdim ersten Theil untersucht, welcher göttlichist. Dies wird aus Vernunft und Schrifterwiesen. In den Noten bringtHerr KokenF r man-