Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
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165
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22 ):( Ar §65

rer alten Deutschen verehrungöwürdig sey,wegen der Schönheit des Gemüths, welchesich durch Frömmigkeit, Gerechtigkeit, Liedezu den Wissenschaften, Tapferkeit, unddurch Klugheit der Haußhalrung gcoffenba-ret hat. Aus den alten Scrideuten wirdauch bewiesen, daß unter den Deutschenschön Frauzimmer gewesen ; wie denn derHerr Verfasser nichts ohne Zeugen saget.Den Beschluß machen zwey Register überalle drey Theile. Es ist uns angenehm, daßHerr Schütze den Keyßlerischen Schatz nunnicht langer der Welt mißgönnen, sondernbald gemein machen will, zu welchem Vor-haben wir ihm viel Müsse wünschen. Istfür io kr. zu haben.

Christian-Erlang. Aklbier hat Hr. Jo-hann Paul Reinhard, der Weltweißheik öf-fentlicher Lehrer, und der Jenarschen latei-nischen Gesellschaft Mitglied , eine vollstän-dige Wappenkunst, nebst der BlasonirungdcS Hochfürstl. Brandenburg-CulmbachischenWappens zum Gebrauch seiner Vorlesungenin 8vo., verfertiget, und zu Nürnberg derPresse überlassen. Diese obwohl kurze Ein-leitung in die Theorie der Wappen ist in ei-ner netten Ordnung geschrieben, und ent-hält in vierzehn Capiteln die Anfangsgründedieser angenehmen Wissenschaft. Der ge-lehrte Herr Verfasser handelt von den Wap-pen und der Wappenkunst überhaupt, wieauch von den Turnieren, von dem Schildeund den Tincturen, von des Schildes Thei-lungen, von den Herolds - Figur?» , vonden gemeinen Figuren, von der Verbindungder Herolds. Figuren unter sich , und mitden gemeinen, von den Bevzeichen, von derAnordnung der Figuren, von dem Helme,den Helmzierrathen, und Helmdecken, vonden Schildhaltern und übrigen Auszierun-gen der Wappen , von den verfihiedenen Ar-ten ein Wappen zu erlangen , und von derVerbindung vieler Wappen mit einander,vorn Dlasüniren oder Aussvrechen , von denWirkungen und Gerechtsamen der Wappen,und endlich von den Hülfs-Mitteln, die zuHer Heraldick gehören. Der Anhang blaso-

nirt das Wappen der Herren Marggrafeirzu Brandenburg- Culmbach. Dren undzwanzig Kupfertafeln erläutern dieses wohl-gerathene Werk. Man muß dem geschicktenHrn. Verfasser das Recht wicderfahren las-sen , daß er in einer angenehmen und ver-ständlichen Kürze mehr , als andere in vielweitläuftigern Büchern, und öfters trockengenug , vorgetragen habe. Ist für i fl. iSkr. zu haben.

London. Unter dem verdeckten Namen,HIcrhophilu; tZorcinsenlu, hat der Aitonai«fche Hr. Magister, G. M. Alberti, der sichnunmehr in London aufhält, bey Reeveneulich drucken lassen: 8omc iPoußlws <swrüe ells^ os rke normal rslizion. Der be-rühmte Dryden hat diese Llläys geschrieben.Sie werden von den Deisten für das stärksteBuch gehalten , das der Unglaube der christ-lichen Religion entgegen gefttzt hat. HernAlberti hat aus rühmlichem Esser seine er-langte Kenntniß der Englischen Spräche zueWiederlegunq dieser vermeintlich starke«Schrift glücklich gebraucht. Er hat die ei-genen Worte des Freygeists übersetzt , unvalso stinen Emwmffen alle Stärke gelassen 5deren seine Sache fähig ist. Wir finden-aber in diesen Emwürffen, nichts als waStausendmal gesagt worden ist „Die Offen»„bahrung ist nicht allgemein , sagt Dryden»„folglich werden die Mittel zur Seligkeit„den meisten Menschen von GOtt abqe»«schnitten. Die Kennzeichen ihrer Wahr,«heil sind nicht überzeugend genug , und ist«also niemand verbrmden, sie anzunehmen.,»Es ist nicht schwer auf diesen alten Ein-wurff zu antworten. Herr Alberti antwor-tet ganz recht , daß die natürliche Religioneben so wenig als die Offenbahruvg allge-mein gewesen , und folglich GOtt nach derDeisten Sätzeneben so wenig , als in un.fern, allen Menschen die Mittel zum Hey!geoffenbaret hat; daß man von den Gedan,ken einiger Philosophen nicht auf die ange-nommene Religion der Völker schließen kan;daß es auch die Philosophen zu keiner Gewiß-heit niemahls gebrach', und insbesondere