Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
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226
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Hindernisse in den Weg kamen , überließ erdiese Arbeit seinem Herrn Bruder zu Danzig,welcher nun zu dem Ende das gegenwärtigeBuch geliefert hat. Er prüffet alles , wasFrölich geschrieben. Die ganze Schrift de.stehet aus zweyen Theilen , Was erstlich daskanonische Ansehen der Bücher der Macca-bäer anlanget , so wendet Herr Wernsdorffdarwider ein, daß sie von der alten Christ-lichen Kirche als apocryvhische sind verworf-fen worden. Zugleich werden Frölichs Grün-te widerlegt, und die Stellen , die er ausden Kirchenvätern vorbringt , recht erkläret.Das Concilium zu Tridcnt hat solchen Bü-chern zuerst das kanonische Ansehen beygele-get / welches aber von der alten Kirche sehrabgewichen ist. Nach diesem wirb vom Al-ter dieser Bücher geredet, welches sich nichtbestimmen lässet. Die Hülfsmittel, so mandabey gebrauchen kan, sind Münzen undMarmorsteme. Auch die Schriften der altenund neuern Gelehrten schaffen dabey einigenNutzen, und Herr Frölich hat in diesenStücken sich recht wohl gehalten. Den Sui-das hat er von griechischen Schriftstellernnickt zu Rathe gezogen. Was die Chrono-logie und die astronomische Berechnungen andie Hand bieten, hat der Jesuit auch fleißigzusammen getragen. Hierauf schreitet HerrWernsdorff zur Chronologie der beyden Bü-cher der Maccabäer, welche in beyden Bü-chern ganz verschieden ist. Hier wird unter-sucht , ob beyde Bücher von verschiedenenJahren den Anfang machen. Daß das erstevom Monat Nisan anfange, wird geläugnet,und die Gründe des Herrn Frölichs werdenwiderlegt » mir welchen er beweisen will, daserste Buch fange vom Monat Nisan , dasandre vom Tisri an. Endlich wird derSchluß gemacht, daß die Chronologie desersten Buchs wahr, des andern aber f lschsey. Eupators Kriea zur Zeit des Sab-bath-Jahres der Juden ist aeführet wordenim lösten, uud nicht im lösten Jahr derseree deleuciclarum , Antwchus Eviphantsist nicht im Nisan des lösten, sondern zuArifgng des lösten Jahres gestorben. Die

Briefe des LvstaS und Eupators sind mit derHistorie verglichen. Der erste ist im Jahr148 geschrieben, aber doch nicht im MonatDioscurus, welches gar kein Monat ist.Die Zweifel wegen des Demelrius Seleu-cus sind gehoben. Warum Alexander derGrosse der erste König in Griechenland ge-nennel ist, und warum gesagt wird , er habezuerst anstatt des Darms Griechenland be-herrschet , davon findet man hier die Ursa-chen. Herr Wernsdorff bringet immer bes-sere Gründe vor, als Frölich , der zwar seinHeil auch versucht , aber auch öfters genugdie Wahrheit verfehlet hat. Wir würden sobald nicht zu Ende kommen, wenn wir allesanführen wollten, waS zur Aufklärung derBücher der Maccabäer vorgetragen ist. Wirwenden uns zum andern Theil dieser Ab-handlung , worinnen von den annalitzus 8 )'-riX geredet wird. Herr Wernsdorff-gehet'alles so genau durch , daß er nichts über-stehet , wovon wir aber nur das vornehmsteanführen wollen. Daß Judäa auf Alexan-ders Erlaubniß den Hohenpriestern gehorsa-mer, daran wird gezweifelt. Die Ueber-setzung der Döllmelicher ist erdichtet.Die Nachricht, daß die Gallogriechen einenTheil von Bithynien erobert, wird verbessert.Wegen des Anfanges des BactrianischenReichs ist ein Zweifel vorgebracht. Die Hi-storie vom Eingänge des Molemäus Philo-pators in den Tempel zu Jeruialem scheinetein Mäbrchen zu seyn. Die Historie, daßHeliodorus geschlagen worden, ist auch sehrzweifelhaft. Die Erzählung von Ermordungdes Onias und Andromcus.ist unwahr. Eswird gezeiqet, daß die Grausamkeit des Evi-phanes gegen die Juden zu Jerusalem we-der so grausam, noch so ungerecht gewesensey, als man gemeiniglich glaubet. In derErzählung der Marter jener Mutter mit ih-ren sieben Söhnen . sind einige Umständesehr verdächtig. Jedoch, wer kan allesSchöne und Besondere anführen , das hierin grosser Menge beysammen ist. Das Buchdes Herrn Professors ist einem unentbehrlich,wenn er Hie Bücher der .Maccabäer mit Ver-stand,