Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
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eine Gesellschaft von Gelehrten ausge»fertiget worden, Vter Theil >747 virerTheil 1748. nebst den Anmerkungen derHolländischen Übersetzung, auch vielenneuen Rupfern und Rarten genaudurchsehen und mit häuffigen Anmer-kungen vermehrt von Sigmund JacobBaumgarien , der H. S. Doctor rc.Bey Ioh. Iustin Gebauer.

Herr Doctor Baumgarten verspricht inder Vorrede , dieses Buch mit keinen un-vöthigen und überslüßigen Anmerkungen zuvergrössern, doch dessen ohngeachtet belauf,ftn sich diese häusslgen Anmerkungen in demVten Theil auf 578, in dem viten überaus699 : eine solche Anzahl und Menge, diejeglichem Leser häufige Vorurtheil wider die-se gründlich ausgearbeitete Geschichte bey-bringen müssen. Und wie kan es wohl an-ders seyn , wenn dieVerfaffere fast in allen§. Verwechslung der Begebenheiten , Un.richtigkeit in der Zeitrechnung, Citationen,Mißverstands so wohl der Griechischen alsLatimschen Scribenten, gänzlicher Vorbey.-lassung, oder wenigstens sehr kurzer Beschrei-bung wichtiger Sachen, die aller Orten Er.aänzung und Verbesserung nöthig haben,können angeklagt werden ? UnglücklichesBrittanien ! ich beklage deinen Verfall derWissenschaften , wenn eine ganze Gesellschaftdeiner gelehrtesten Kinder nicht mehr imStand gründliche Geschichte, fabelhaftenund unwahrscheinlichen vorzuziehen I Ich be-klage deinen Verfall , wann deine wus stenSöhne nicht mehr im Stand sind, die Grie-chischen und Latinischen Scribenten recht zuverstehen!. Elender Zustand , wenn eineganze Gesellschaft deiner sinnreichsten Köpfenvon einem einigen gelehrten Teutschen sichmuß belehren - und züchtigen lassen.

Allein wir wollen einige- von diesen An.merkungen etwas näher betrachten, obgleichHr. Baumg. an unzehlig vielen Orten Ver-wirrung, Verwechslung der Begebenheiten rc.als Theil v. rso, 266. 146. 469. 70. 471»78. 86 ; iL. rc. findet, so bin ich doch ansgrwielen Orten so-unglücklich gewesen,, den

Beweiß davon nicht einzusehen. Zum B.ist die dritte Anmerkung dieses Theils. Esbedünkt den H. B. als ob der Cbaracter,.den die Verfasser von den allerältesten Völ,kern Griechenlands geben, sehr unwahrschein,lich und zu hoch getrieben sey , allein dieGründe, warum er also redet, wird er ver-hoffentlich an einem andern Ort und bey ei-nem andern Anläse entdecken ; allein dashabe ich oft gewahret, daß Hr. Doctor hierund dort aus gelehrte Ausschweiffungen ver-fällt, flntemahl er Scribenten , die die Ver-fasser angezogen , an Orten , die gar nichtsmit der Stelle, darüber er Anmerkungenmacht, gemein haben,- als 222. Anmerkung-hält er sich ohne einige Ursache darüber auf,daß die Könige von Eiigelland sich Beschü-tzer des Glaubens nennen , Noten 46;. lie-fet er Aug. Büchner wegen einem Versehen,das er soll begangen haben, an andernOrten vacior den Text , allein was gehetuns hier Aug. Büchner, und dort Oscier?an?

Da ich dasjenige , was die Verfaster p°von den weit aussehendm Absichten derAthemensern. geschrieben, gelesen, und die.ses in der darunter stehende» -7Ssten An-merkung stehen sahe: Dieses ist nicht sogarübel angebracht^ erinnerte ich mich mei-nes ehemahligen Schulmeisters, der auf diebesten und richtigsten Antworten, die er ge-wiß nicht besser machen konte, ein pedan.tisches ( wie ich es damahls ansähe )mit einem gravitätischen Ton und ge»bieterfcher Amts-Mine aussprache. Auchvrrineynte ich, daß die Anmerkung über dieLaccdämonischen Gesetze zu sehr gehäuft undohne Noth vermehrt seyen , indem selbigesamt noch vielen andern nichts anders sagenwollen, als was die Verfasser entweder schongesagt , oder wenigstens bald nachholen;richtig hätten sie, da ein jeder tz. von einersolchen unterstützt wird, auf ohngefehrd vor-gebracht werden können, ohne daß eine vonden Citationen, oder was sie richtiges ent-halten , wäre vergessen worden..

Dieser sorgfältige Hr. Doctor will auch die

gering»