Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
250
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s Bogen. Die Weltweißheit hat besondersin der Arzney-Kunst ihren Nutzen, und mankan bloß daraus , daß Hippokrates dieseKunst wieder in Ordnung gebracht und her-gestellet hat , abnehmen , baß er ein Philo,svph gewesen sey. Daß Cellus sagt, er ha-be die Arzney-Kunst von der Weltweißbeit ab-gesondert , muß so verstanden werden, erHabe sie zu einer besondern Disciplin gemacht»«nd von den willkührlich angenommenen Sä-tzen der Philosophen bestem. Von diesenscheinet Heraclitus der Lehrmeister , Demo-critus aber nur ein bekannter des Hippocra-tis gewesen zu seyn. Uebecbaupt aber findetman in seinen Schriften nur hin und wiederetwas ,, woraus man von seiner Philoiovhieurtheilen kan. Deßgleichen lässet sich etwasaus Platonis, Aristotelis und Galeni Sehnstlen abnehmen, welche seine Meynungen ge.sirmmelt und erkläret haben. Nachdem HerrJacobi diese Einleitung gemacht, so erkläreter, was Hippocrates durch die Wörter ° -°-und V verstanden habe , was vorverschiedene Meynungen die Ausleger von demletzten gehegct haben, zeiget ferner ,. daß erFeuer , Lust / Wasser und Erde vor die Ele.mente der Körper gehalten», und daß er den-selben das warm , kalt, feucht und trockenseyn, alS so viel Eigenschaften zugeschriebenhabe , aus deren Vermischung die Körperentstünden. Zuletzt sagt Herr Jacobi, wie dieganze Materie von der Hippokratischen Phi-losophie weiter abgehandelt werden müsse ,von welcher sich unsers Erachtens nicht vielgewisses sagen läßt , wenigstens so lange,als man nicht gewiß weiß , welche Schrif-ten eigentlich vom Hippokrate verfertiget wor-den ; und vielleicht thut man ihm keine Ehrean, wenn man ihn zu einem grossen und tief-sinnigen Philosophen machen will.

Franckfurt am Mayn- Allhier ist zuhaben, und ohne Benennung des Orts ge-druckt t Ludewigs von Zinzendorf -----, das ist : Naturelle Reflertonesüber allerhand Materien, nach der Art,Wie ev bey sich selbst zu denken ge-

wohnt ist; denjenigen verständigen Le-sern , welche sich nicht entbrechen kön.nen , über ihn zu denken , in einigenSendschreiben bescheidentlich dargelegt,in 4 to. ; Bogen. Daß die Absicht des sobekannten Herrn Grafens eigentlich dahingehe, den Lesern Gelegenheit, von ihm zudenken , an die Hand zu geben , zeiget derTitel ohne unser weiters Erinnern. WaSaber eigentlich die Sache sey , worüber siebey der Betrachtung dieser ZinzendorfischenSendschreiben ihre Sp culationcS anstelle»sollen, haben wir in dem eigentlichen Haupt-puncte nicht errathen können , da man ebenjö viel weiß, wenn man dasselbe gelesen, alSman vorher gewußt. Er redet sehr viel voneiner Eondescendenz, die er feinen M tmen-schen in Ansehung der Wahrheit schuldiggewesen. Was aber diese sey, wird so ver-worren erkläret, daß es endlich auf eine Ab-lehnung desjenigen hinaus zu kommen schei-net , was man ihm in Ansehung der Jndifi-ftrentisterey und Betrügerey Schuld gegeben.Das meiste ist rätzclhaft und zweydeutig,oder, besser zu sagen, so vieldeutig geschrie-ben , als man nur Belieben hat, es zu er-klären. Die seltsame Ausdrücke find durchdie Lakinischen , Französischen, auch Grie-chischen Wörter, überaus unförmlich gewor-den , daß sie einem Ungeheuer nicht so garsehr unähnlich sehen. Ist für 6 kr. zu haben.

Berlin. Bey Hemde und Svenern ist zuhaben : Georg Wilhelm wegners, Pre-digers zu Germendorf und Massenheyde,philosophische Abhandlung von Ge,spenstern, worinne zugleich eine Nach-richt von dem wüstermarkifchen Ro-bold gegeben wird. in 8vo. z Bogen.Die Absicht des geschickten Hru. Verfassersgehet dahin , zu zeigen , daß man die Frage:ob es Gespenster gebe , nach den Grundsätzender Weltweißheit, mit grösserer Wahrschein-lichkeit verneine, als bejahe. Es wird dieFrage zuerst durch eine Erklärung näher be-stimmet. Ein Gespenst ist eine geistlicheSubstanz , die in einem angenommenen

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