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Norm, nach welchem das thätige Christen-thum zu erweisen ist, von den menschlichenHandlungen , und deren moralischen Be-schaffenheit an sich selbst , und endlich vonden Handlungen der Wiedergebohrnen über-haupt geredet wird. Das andere Capitelhandelt die wirkliche Erweisung des thätigenChristenthums nach dem Gesetze insbeson-dere ab , da in einzelnen Abschnüren von denPflichten gegen GOtt , gegen sich selbst, undgegen andere überhaupt , und insbesonderegegen die Personen in der haußiichen , bür.gerlichen und kirchlichen Gesellschaft gehan.-.delt wird. Das dritte Capitel beschließetmit der Ausiührimg der Christlichen Kiug-Heits-Regeln. Die Ordnung und die beson-dere Abhandlung ist allenthalben gründlichund demlich eingerichtet, die Sachen stndwohl beschrieben, trefflich erläutert, undüberall mit den besten Beweißthümern ausder Vernunft und Schrift befestiget worden.Die Wiedergebohrnen sind eigentlich der per-sönliche Gegenstand , welchem diese Sitten-lehre gewirdmct wird , weil dieselbe das thä.tige Christenthum abhandelt, wozu freylichdie Unwiedergebohrnen nicht geschickt sind.Der Anführung fremder Schriftsteller, undAusbreitung mancherley Streitigkeiten , hat-ch der Herr Verfasser mit gutem Fug ent-halten , und nur allemal seine Gedanken undBeweise in streitigen Sätzen angeführet, daman denn Gelegenheit haben kan , bey demmündlichen Unterrichte die Sache weiter aus.zuführen, und sich dieses Handbuches destoglücklicher zu gebrauchen» Ist für r fl. ;okr. zu haben.
Halle. Bey Carl Hermann Hemmerdemist zu haben: Ernst Antons Nicolai,der Arzneyqelahrtheit Doctors, Gedankenvon Thränen und weinen, in rvo. r;und einm halben Bogens Es hak dieseSchrift drey Abtheilungen. Die erste ist vondem Ursprünge und Vergüssen der Thräne»/welches der Verfasser von dem Weinen da.durch unterscheidet, daß nehmlich vor demWeinen eine Gemüths-Bewegung vorhergehe.Folglich redet er nur in diesem Theile von
den Thränen-Gängen der Absonderung über«Haupt, und insbesondere der Thränen undden körperlichen Ursachen , welche ein Ver«giessen der Thränen machen können» HerrNicolai erinnert, daß er in der Lehre vonder Absonderung der Thränen und dem 'll-themholen , Herrn Hambcrgern gefolqek ha-be. In Ver andern Abhandlung werden dieVeränderungen erkläret, welche bey demWeinen in der Seele vorgehen. Weil nunviele der Meynung stnd, daß man, nachdem Sprichworts, auch vor Freuden weine,und daß also angenehme Gemüths - Dewe.gungen auch die Ursache des Weinens seynkönnen ; ss hat der Herr Verfasser dieseSache untersuchet, und er giebet sie zwarzu, aber so, daß er behauptet, der a»ge«nehme Assecl errege den unangenehmen-und dieser bringe als die nächste Ursache dasWeinen hervor. Die dritte Abhandlung ent-hält die Erklärungen derjenigen Veränderun-gen , welche sich bey dem Weinen in demKörper ereignen. Da das meiste hierbeyauf die Lehre von dem Arhemholen an-kömmt , in welcher der Verfasser HerrnHamberger folget, so weiß man wohl , was-man von der Richtigkeit der Erklärungen zuSenken habe.. Nach der Vorrede solle manfast glauben, Herr Nicolai allein opferte derVernunft, wie er sagt, Gedanken undSchlüsse. Wir wollen nicht untersuchen,wie weit dieses wahr ist, so viel aber ist ge-wiß , daß seine ZergliederungS- Kunst mei-stens in Denken bestehet. Denn , daß ein?Niere zwanzigmal kleiner sey, als die Leber,daß die Nieren, Puls - Ader einen viermalgrösser» Durchmesser habe, alS die Leber-Puls-Ader , daß dieAusführungs-RöhrgenVer Thränen-Drüse auch jm Menschen ziem,lieh sichtbar, und daß ihrer sieben sind, undwas dergleichen mehr^ solches lässet sichwohl denken, aber bM Zergliederung desKörpers nicht finden. Ist für i ; kr. zu ha-ben.
London. Man hat das vorige Jahrhindurch unter dem Titel : Leerer; css sxounA Murer. ro dü Lurnäs-m LuZlLnä,
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