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Ach wage viel, o Freund» GOtl sey bisLied geweiht.
Zeigt auch der Welten Kreis noch größreLreflichkeit^
AlS ihren Herrn und Quell? Kaun einbesorgt Bestreben
Den Geist der Sterblichen zu wmd'germVorwurf heben
Ist seiner Schwäche wohl ein kühnrerWunsch vergönnt,
Als dieses Wesen selbst, das keine Schran.keu kennt,
In dem umschränkien Raum des engenBlatts zu lesen?
Dis aller Dinge Grund, bis wesentlicheWesen,
Das bald den Blick verhüllt, bald durchein heitres Licht
Wie sonst der Sonnen - Strahl aus nas-sem Nebel bricht,
Sich, in der Dämmerung, in seinen Wer-ken zeiget.
DiS ist was Menschen oft zu jenenZweifeln neiget,
Ob auch des Schicksals Band, ob ein be-stimmtes Recht
Der Dinge Lauf regieret? Hier zeugt sichein Geschlecht
Das, ohne selbst einmal zum ZweifelnGrund zu finden,
Von Herrschaft und Gericht die Menschenzu entbinden,
Mit bangem Zweifel wünscht. Vom Erst-em gelockt,
Der Zukiim? unvesorgt, vor aller Furchtverstockt,
Läßt jener hier die Welt vom Ungefährbereuen.
So »veil kan Sterbliche ein frecher Triebverleiten!
(Die Fortsetzung folgt künftig.)
Aufgefangener Brief.
Wissen Sie auch schon, was vor einenHohen Ruhm der Himmel der Deutschen Mu-K zugedacht hat? Sie soll ein episches
Gedicht in dem Geschmacke des verlohrnenParadieses hervordringen, und einen Poetenformiere?,, der emen gleichen Schwung mitdem Müton nehmen wird; dieser soll keinegeringere Handlung zu befingen erwählenals das werk der Erlösung; feine Heldensollen unter den hmriischen, unter den höl-lischen , unter den irdischen die grösten seyn,der Meßias, Raphaei, Uriel, Elorm; Sa-tan , Dramelech, Satans heimlicher Neben-buhler , der ihn von der unseligen Monar-chie der Hölle zu verstosse», und sich selbstauf seinen Thron zu erheben sucht, AbdielAbbadonaa, der sich mitten in der Verdam-niß Mitleiden und gütige Wünsche zu erwer.ben weiß; die Jünger und Apostel des Mes-sias. Diese Personen wird er mit einerAnständigkeit denke», empfinden und ban-deln lassen, die sich für den Carackler der se-ligsten Geister, der verdammten Engel, undder würdigsten Menschen schicket. Vor allemwird die Menschenliebe des Erlösers auf demhöchsten Grade der Liebenswürdigkeit her-vorleuchten. Die Menschheit wird in einerWürde vorgestellt werden, welche den Rathder Erschaffung rechtfertiget, und den Leserin eine so hohe GcmüthSverfassung setzet,die ihn vor das Angesicht GOtles nähert.Die Stunden sind schon vorhanden, in wel.chen alle diese Dinge in die Erfüllung kom-men sollen. Die grosse Seele, die sie em-pfangen und an das Licht dringen soll, istwirklich mit einem Leibe bekleidet, sie arbei.tet wirklich an dem grossen Werke. Ichkönnte Ihnen den Nahmen meiden , der jtztnoch so dunkel und so schwer Loszusprechenist, der doch in die späteste Nachwelt erschal-len soll; ich könnte ihnen den unansehnlichenOrt nennen, wo er den Grossen , den Glück-lichen , und dem Pöbel »»angemerket, aufVerse von einem Inhalt singt, der weit ü,ber die Grossen , über die Glücklichen, undden Pöbel weg ist. Sie können schon diedrey ersten Bücher seines Meßias gedrucktlesen, und die werden ihnen alle Furchtbenehmen, daß er die heiligen"Wahrheitenin mythologische Fabeln verkehren, oder
des