Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
311
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den Weg auf dem weiten Felde, das vorihm eröffnet steht, verlieren, oder die Sa-chen , die er beleben will, verdunkeln werde.Sehen Sie hierüber den Anfang des Werksselber »ach, welchen sie m dem vierten Ban-de der Bremischen Beytrage zumVergnügen antreffen werden; dann neigenfie ihre Ohren dem Poecen zu < und hör nihn, wie er seinen Geist in folgender Ode;u seinem himlischen Unterfangen erforschet,und ermuntert.

Euch Stunden grüß ich, die mir der AbendsternUeber mein Haupt hin, still zur Erfindung, führt!O geht nicht ohne mich zu seegneu,

Nicht ohne Götter --Gedanke» weiter.

Im Thor des Himmels sprach ein Unsterblicher:Eilt, heilge Stunden , die ihr die UnterweltAuS diesen gvldneu Pforten GottesSelten besucht, eilt zu jenem Menschen,

Der den Me'iaS seinem Geschlechte singt!

Deckt ibn mit dieser scharrichtcn kühlen NachtEures Gefieders, daß er einsamUnter dem Lchattcn des Ewigen dichte.

Euer Werk, Stunden, werden Jahrhunderte,Dieß weissagt Salem, ganze JahrhunderteWerden es hören, den MeßiaSErnsthaft betrachten, und heilig leben.

Er sprachs Ein Nachklang von dem UnsterblichenFuhr mir gewaltig durch mein Gebein dahin,

Ich stand, wie wenn in DonnerwetternÜber mir Gott geht, erstaunt und freudig.

Daß die-'em Ort kein schwatzender Prediger,

Kern wanocllsser Christ, der Propheten selbstNicht fühlet, nah sey! Seyd mir alleUnsichtbar, Bürger des Staubs, Gedanken,

Die jtzt gekrönte die ungekrönte Narr»

Rings um mich denken, die dich, du heilige,

Dich edle, dich, du Mcnschenfteundinn,Göttliche Tugend, die dich entweihen?

Deckt, heilge Stunden, decket mit eurer NachtDen stillen Eingang , daß sich kein SterblicherMnLhrr: winckt selbst meiner FreundeStets gern gehorchten geliebten Fuß weg!

Ausser wenn Schmied will aus den VersamlungenDer Musen TabvrS zu mir herübergehn:

Doch daß ou nur, vom Weltgerichte, *

Oder von deiner erhabnen Schwester

Dich unterredest! Ihr OberrichteramtIst liebenswürdig. Was ihr empfindend Herz

In unsern Liedern nicht empfindet,

Sey nicht mehr! was sie empfind:, sey ewig t

Darüber sollen künftige Christinnen. eichhcczlg weinen! Drauf sollen Seraphim,ie unter unsern Enkeln wandeln,

Ernp und gedankenvoll niederbücken.

Varis. Allda ist vor kurzer Zeit ein Bucherschienen, so zu Avignon gedruckt worden,das von der Amrkvrität des Padstes , in Ab-steht auf die Lehre der Kirche in Frankreich,bandelt, und viel Aufsehens gemacht hat.Weil wirf das Buch selbst nicht haben; sowollen wir dasjenige, was in der Utrecblj»schm Zeitung lfilo. ;6 davon gesagt wird,hersetzen. Der Titel des Buchs heißt: vskupremu Ilomani komistcis ^ncoritace, ko-ckiema Lcclestw Qalftcanw DoÄrins, Auror?*** in klez-is llniverstcace Paurinenk su-ri'5 utriuzgue Voöiore, Pomus primus Lclomur secunelus. Bvsnione- fsypir küan-cisci 6i:ucl> in plrrca 8anöti Öestelerii.kckOLSXttVll. Lum suyeriorum permistu

Le axprobsrione. Weil dieses Werk c^ätzein sich enthielt, so den Grund - Regeln, diein diesem Königreiche angenommen worden,wie auch den Freyheiten der FranzöstfchenKirche zuwieder waren, weil es hiernachstmit verächtlichen Ausdrückuugen, nur Hi.storischen Irrihümcrn und falschen Urthei-len über den Umfang des Ansehens, si>man dem Pabst, als dem sichtbaren Hauptder Kirche,,beylegen soll, angefüllet war,und weil es iüber dieses das Lehrgebäude desErtz-Bischofs von Valence, Roccäberti, er-neuerte , welches derselbe in seinem Werke:Ve Lomam Lomistci! suÄoricace, si> :6y;

zum

* Ein vielleicht zu künftiges Gedicht WeinesFreundes.