Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
354
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druckten Schrift vorgetragene Mevnung, daßdie Reichs-Versammlung, ehe das Cammer-Gerichte angeordnet worden, die Macht ge-habt, die unter den Fürsten und Ständenobwaltende Rechts-Händei zu entscheiden, ineiner Abhandlung von der Iurisdiction desKansers, als unerhört, und gegen alle Zeug-nisse der Geschichtschreiber streitend, wider-leget , so hat ihn eben dieser patriotische Ei-fer auf diese Untersuchung von der Jurisbi-ctivn des Cammer-Gerichts geführtt, worinnen er folgende vier Sätze auszumachenbemühet ist: r) Die Menge der innerlichenUnruhen und Befehdungen im DeutschenReiche haben noch vor des Cammer.GerichtsErrichtung die Reichs-Versammlungen oftgehindert, und die Anzahl der Streitigkeitensey zu groß gewesen, als daß die Wahrungderselben hinlänglich gewesen wäre, dieselbeauszumachen. 2 ) Dieses sey die Ursache ge-wesen, warum die Stände aufdiewillkühr-lichen Auskrage gefallen, welches MittelsUnzulänglichkeit den Kayser Maximilian aufdie Errichtung des ewigen Land-Friedensund Cammer-GerichtS gefüdret habe. , -Die-ses Cammer-Gerichte sey ferner nicht nur mitungezwungener Bewilligung der Stände ge-setzt, sondern auch demselben die Gegenständefeiner Iurisdiction und die Ordnung zu ver-fahren , vorgeschrieben worden: ja die Bey-sitzer davon mästen als Keprselencante« 8ca-ruum von ihnen eingesetzt werden. DerUr-fvrung davon sey das Privilegium, so dieFürsten gehabt, vor niemanden, als ihresgleichen, Recht zu geben und zu nehmen.Hierauf folget endlich der gte Satz, die In.risdiction des Cammer-Gerichts sey äele^L-rr>, und könne von den äcleAgnctm gemeh-rt und gemindert werden, gleichwie auchein cvnäelevZnz flch bey den übrigen be-fchwehren, und, wenn das Gerichte selbstaus feiner Ordnung trete, dießfalls die nö-thigen Gegen-Anstalten machen könne. Dassind also die Sätze, welche zu der gegen-wärtigen Betrachtung Anlaß gegeben, undhier ordentlich und umständlich erörtert wer-den. Ist zu haben um

pariö. Lstai lirr Ic; krreu» populärer»ou Lxamen cke plusteu» Oximons recuescvmme vraycs, ^ui lonc ksuster ou äouieu-ser. ^rLcluir äe l'Lnzloix äel'hom. krvvvn»Lbevsüer 8c Ooäieur en klcäicine. dlou-velje käicion revne Lc corriZee. II. ^mcr.

3 , i r. Ein Schriftsteller, der sich die

Mühe giebt, wider die im gemeinen Wesenvor wahr angenommenen falschen Meynun-gen , ober auch nur wider die zweifelhaften,mit Waffen der gesunden Vernunft zu Feldezu ziehen, sie Hertzhaft zu bekämpfen, unddas Gegentheil auf eine recht gründliche Artdarzuthun, der erweiset dem gantzen mensch»stehen Geschlecht einen Dienst von gröstevWichtigkeit. Wir hangen von unserer Kind»heil auf bis in unser Alter nur allzusehr aneiner Menge von Irthümern, und schändli»chen Vorurteilen. Eine schlechte und un-achtsame Erziehung trägt das ihrige redlichb.' y, diesem Uebel Nahrung und Wachsthumzu verschaffen. Der berühmte Engelländer,I) Thomas Brown, hat in seinem Wer»cke, welches den Titel führet r kst-uäoäoxiLepickemi'c.3, oder Lnguines inro very msn/reccivecl reuen», und das nun schon zwey-mahl in Frantzösischer Sprache, unier demoben gedachten Titel an das Licht getretenist, die im gemeinen Wesen, unter Gelehr-ten und Ungelehrten herrschenden, und vorwahr ausgeschricnen Irrthümer nachdrück.lieh bestritten. Er durchsucht und entdecktdie falschen Meynungen, die wir aus derHeiligen Schrift, aus den Elementen undHimmels-Cörpern, aus dem Reiche der Psian-tzen und Bäume, aus dem Reiche der Thie-re, aus der Geographie, aus dem Ban un-sers eigenen Cörpers, und aus andern Din-gen angenommen haben, und selbige aufKinder und Kindes-Kinder sorgfältig fortzu.bringen psiegen. Aberglaube, Vorurteile^und Mißbräuche, werden durch seine uner-schrockenen Angriffe gewaltig erschüttert, under bahnt uns einen schönen . Weg, auf demwir mit Sicherheit und mit Ruhm in denTempel der Wahrheit gelangen können. Diein Englischer Sprache siebenmahl wieder-