Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
358
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Z58 . AZ

Dein auserleßnes Buch und das was Popeschreibt,

Ist was dem Geist zum Glückdem Tisch zurZierde bleibt.

Von vielen wehl ich Euch, so lang ich aberdencke,

Scheint mir der Danck zu schwach , den ichEuch beeden schencke,

O ! glücklich daß mein Fuß dem ersten Auf-, enthalt

Der Geister stiller Welt so schnell entgegenwallt;

Und daß ich mehr geschickt zum innigen Er-gehen

Dich, bald gesellt zu Dir, nach Würden' werde schätzen.

Dann schallt Dein höhcrs Lob im auserwehl-tenCbor,

Zu aller Englen Lust aus deinem Mundhervor,

Und grösser als Dein Geist der klugen Weltgeschienen,

Scheint sein verklärter Reitz den reinstenSeraphinen.

Folgendes ist eingelaufen:

Meine Herren!

Es ist bekannt, daß die Erfindung derneuen Welt insgemein dem LhristophoroColumbo und dem Americo vespmio zu,geschrieben werde. Eben dieses erhellet auchaus der Nachricht von der Reisebeschreibungdes Americi vespulit. Da ich aber seit demGelegenheit bekommen, in des berühmtenHrn. l'ros. Doppelmayrs historischer Nach.richt von den Nürnbergischen Mathematicisund Künstlern zu lesen , und unter dem Arti«ckcl Martin Behaim gefunden, daß nichtvorbenannte, sondern dieser Martin Be-. haim der Erfinder der neuen Welt sey: si>habe mich nicht wenig gewundert, daß mandie Ehre, so den Deutschen gebühret, ihnenunrechtmäßiger Weise entziehe, Fremden zu-eigne , und die Wahrheit selbst unterdrücke.Es kan zwar vorgebuchtes sehr nützliches Buch

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des Herrn Pros. Doppelmayrs so unbekanntnicht seyn: dem ohngeachttt hoffe, werden esviele mir nicht übel deuten , wenn man vondieser Sache einen kurzen Auszug mittheile.Sie selbst, meine Herren! sind viel zu patrio-tisch , als daß sie die Ehre der Deutschen beyeiner so wichtigen Sache nicht sollen rettenhelfen. Es stammt dieser grosse Mann,Martin Behaim, aus emem alt Adelichen,und noch itzo in Nürnberg blühenden Ge.schlecht der Behemorum von Schwartzbachher. Nachdem er sich in seiner Jugend ge,nugsam in den mathematischen Wissenschaftengeüdet, begab er sich in die Niederlande, undverlangte von der Hertzogin Jsabella, Königsm Portugall Johann des Ersten Tochter, einSchiff, mit welchem erschon um das Jahr14Ü0. die Insel Fayal entdeckte. Als er imJahr 148;. vom König Johann dem Andernin Portugall, wieder ein Schiff bekommen;nachdem er vorher den 18-Febr. bestechen Jah-res in der Stadt ^IIssZvL; in der St. Sal-vators Kirche von demselben zum Ritter ge.schlagen worden, entdeckte er nicht nur Ame-rica selbst, sondern auch die Meer-Enge, wel-che hernach erst vom Ferdinande» Magel.lano., krerum KIsi-eÜLnicum genennet wor-den. Da nun aber Christophorus ColumbuSerst 149». Americus noch später, und Ma.gellanus erst 1519. ihre Entdeckungen, undzwar aufVcranlaffung der Erzählungen undder Charten unsers Behaims gewachst: sowüßte nicht, mit was vor Schein des Rechtesman dem Martin Behaim die Ehre der Erstv.düng von America absprechen könnte, undwarum nicht dieses Land nach seinem Namengenennet werden tollte? Damit man abernicht denke, daß dieses nur blosse Muthmaftfungen seyn: so ist es alles von dem berührn,ten Herrn krof Doppelmayr mit dem Zeug.niß alter Urkunden, und so vieler, so wohlalter als neuer Geschichtschreiber bestätigt wor-den , daß garnicht der geringste Zweifel übrigbleiben kan. Hicher gehöret z. E- jok.

OrLcio sie mojoristtu occani inlust; kgoftst,i<5sl. D, X^LZenleisti S^nops. still. univ.

?. m. Ljuiä. kcrsjuvemlir. V.;r7. Ljusst.