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einer einzigen Antwort Genüge thun würde,Gelegenheit geben möchte, ihre Zweifelnach seiner ersten Antwort von neuem zu recht-fertigen , damit er alöbenn, in dem zweytenTheile seines Lehr-Aebäudes, die Sache des.ser erläutern und fassen könnte. Wir werdendaher von seiner Feder nach und nach in ein-zelen Schriften die verschiedene Beantwortun-gen der vielfältigen Einwürfe zu gewarken ha,den. Hierunter macht er uns Hofnung zu ei-ner Fabel, die er derjenigen entgegen setzenwird, welche ihm in den Ersetzungen der ver-nünftigen Seele vorgeleget worden. Ausserdem wird er eine Lehrverfassung von der Be-schaffenheit der Erkänntniß in der Religion,wider die Naturalisten liefern. Ja, weil esnoch immer Leute giebt, die alles, um sichdarauf verlassen zu können, demonstrirt habenwollen, ist Herr Böldicke auch Willens, die-sen durch ein ganz neues Lehrgebäude, inwelchem er beweisen wird, daß die zuverläßi.ge Erkänntniß, (soll vielleicht wahrscheinlicheleisten,) in der Religion besser, und demZweck GOttes gemäßer, als die Demonstra-tion , vollends das Maul zu stopfen. Hier-auf wird endlich in 5 oder s Jahren der zwey-te Theil feiner Theodicce die Gegner gänzlichzu Boden werfen. Von den gegenwärtigenBogen müssen wir bekennen, daß sie mit vie-ler Bescheidenheit und Wahrheiis-Liebe auf-gesetzt sind. Wir können aber die neun Zwei-felsknoten , welche hier gelößt werden sollen,nicht hersetzen ; weil sie sich nicht alle füglichmit wenigen Worten fassen lasten. Jedochhat der Verfasser selbst die vornehmsten Fra-gen , die er zu erörtern gesucht, angezeigt.Diese wollen wir mittheilen. Es wird unter-sucht , ob es erlaubt sey, böses zuzulassen,wenn mehr gutes daraus folget; ob es nichtbesser sey, daß das Böse, mithin die Erhö-hung der Glückseligkeit, unterbleibe; ob dasböse nicht nothwendig werde, wenn es inder besten Welt zur Erhöhung der Glückselig-keit dienet; ob die bestimmte oder unbestimm-te Freyheil ver Menschen, mehr mit den Voll-kommenheiten GOttes streitet; wodurch derGrad der Erhöhung der Glückseligkeit de-
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stimmt werde. Die Auflösung ist in den mei-sten Stücken sehr fchembar; ja, wenn nurbewiesen wäre, daß Las Gegentheil wiklicheinen so grossen Nutzen, sonderlich bey denvollkommenen Gerechrcn in jener Welt, habenkönnte, als man annehmen muß, wofern dirZulassung des Bösen daraus begreiflich wer.den soll , so würde sie ihre völlige Nickuigkeirhaben. Wir können aber die gesetzte Bedin-gung bisher noch nicht zugeben. Alles, waSwir einräumen möchten, würde etwa diesesseyn, daß GOtt freylich, nachdem er ern.mal aus höher» Absichten das Böse zugrlas.sin, csauch zur Erhöhung der Glückseligkeitseiner Geschöpfe lenken könne. Wir sind alsovon dem Hauptsätze, daß sich aus dieser Er-höhung der Glückseligkeit die Zulassung desBösen hinreichend erklären lasse, noch nichtüberzeuget. Ist für 12 kr. zu haben.
Helmftädt. Allhier ist gedruckt r
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Oarol. >yclj. Ohlervationc 5 rheolo^ico-lii-ssoftc« ack lieneciiäki XlV, l?. t-l. uuxxrLm ackLpilcopum ^uZustanum Lpissolam, huitzuZcum sie aIÜ5 rebu5, rum cls ftmöti's LcclestseLomanT, nrugue canomLLnäi, äissenrur»in 4to, 16 Bogen. Die grosse Gelehrsamkeit,Klugheit, Gelindigkeit und Einsicht, wo-durch sich Jhro Päbstl. Heiligkeit bey allerWelt, zur Verwunderung erhoben haben,sind zwar so beschaffen, daß man ihnen dasgebührende Lob, als guten Eigenschaften,nicht absprechen kan; dem ungeachtet meinetder Herr Verfasser, daß man sich hüten mü-sse, Daß man nicht zu weit gehen , oder sichübereilen möge, da man zur Gnüge ausdes jetzt regierenden Pabstes Schriften erwei-sen könne, daß ex noch vielen abergläubischenMeinungen , wie viele seiner Vorfahren, be-ständig ergeben bleibe, und als ein obersterBischofs seine Heerde gar nicht auf eine solcheArt, wie stchs gebühret, zu Christo führe.So glaubt er auch, daß dieses keine Gclin.bigkeit gegen die Irrgläubigen zu nennensey, wenn man nach freundschaftlichenVorstellungen sich berechtiget zu seyn, glau-be.'