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be, sie mit der Lebensstrafe zu belegen. We-nigstens sey dieses irrig, wenn vorgegebenwerde, baß dieses die allgemeine Lehre derRömischen Gottesgelehrtcn sey. Des Pab-stes Klugheit ist vielleicht, schreibt unserSchriftsteller, eine Wirkung der Furchtsam,keit, welche sich damals zur Gnüge geäussert,da der arme P. Norbert sein Buch wider dieGesellschaft Jesu herausgegeben. Denn ob.gleich solches mit Genehmhaltung des Pab-stes geschehen; so habe man gleichwohl, dader Gegentheil darüber erbittert worden, undnicht besänftiget werben können, bis man denVerfasser zum geistlichen Richterüuhl gefor-dert/ jenem nicht beygestanden, sondern ihneiner elenden und gefährlichen Flucht über-lassen. Ein besonderes Zeugniß von desPabsts neu ersonnenen Sätzen und schlechtemVerhaktem gegen andere Glaubens-Genossen,findet der Herr Verfasser in dem Briefe, wel-cher von Benedicto dem XlVlen an den Bi-schofs zu Augsburg wegen der Canoniffrungeiner gewissen Nonne geschrieben worden. Estheilet sich selbiger, sowie er hier ganz abge-druckt worden, in zwey Theile. Der ersteTheil redet von der Canonistrung dieser Per,si»i; Verändere aber von den Bildern , un-ter welchen GOtt vorzustellen nicht erlaubetsey. Was das erste anbelanget, davon thei-let der Herr Verfasser folgende Nachricht mit.Vorgemeldete Person war wegen ihrer Hei-ligkeit und strengen Lebenswandels in grossemRufe, und brachte sich durch beständiges Fa-sten und hochgetriebene Einbildungen in einensolchen Zustand , daß man von ihr glaubte, siehabe den Gebrauch ihrer Vernunft nicht völligin ihrer Gewalt. Hier hatte fle unterschiede,ne Erscheinungen, unter welchen das Gesichtvom H. Geiste, welcher in der Gestalt einesmuntern Jünglings ihr erschienen war, diemeisten Bewegungen verursachte. IhrBeichtvater fand daher Gelegenheit, zu ver-
suchen , ob man ihr eine Stelle unter den Hei-ligen verschaffe» könnte; als aber die Sachegenau untersuchet ward^ fand stchs, daßnichts an dem ganzen Handel gewesen war.Dieser Ursache wegen giebt der Pabß dem Bi-schösse den guten Rath, die Vergötterung die-ser heiligen Nonne aufzuschieben. Hierbeyerinnert der Herr Verfasser, daß dieser Brieskein beweisendes Ansehen habe, weil ihn derVabst nur als ein Privatlehrer geschrieben,wie aus allen angebrachten Kennzeichen zu er-kennen sey. Er weiset ferner, daß Bene»dictus der XlVte sich anfangs zwar ganz be-scheiden gegen die Lutherische Gemeine ver-halte , aber bald darauf mit Unrecht gegenLuthern behaupte, daß der Geist bey unsnicht in Gestalt einer Taube dürfe vorgestelletwerden. Nun sey es zwar gut, daß er jenesBildgleichniß verboten habe; allein noch bes-ser würde es seyn, wenn er alle unnöthigeBilder in der ganzen Römischen Gemeine ab-zuschaffen geböte. Er berühret ferner diegrosse Ungewißheit, welche bey den Päbstler«in Ansehung der Canonistrung anzutreffen sey,und wie viel Streitigkeiten darüber geführetwürden, welche das Oberhaupt der Kircheund der Statthalter Christi selbst, beyzule-gen sich nicht getraue. Er behauptet, daßBenedicti Verfassung ganz neu sey, und vonder alten Kirchen-Canonisation abgehe: daßnoch nicht ausgemacht sey, ob die Heiligen,als Mittler der Erlösung, oder der Verbitte,zn verehren seyn, und daß der Catholisch«Geistliche eine grosse Missethat begangen,welcher bey Gelegenheit des jüngsthin erreg,ten Streites ein entscheidendes Urtheil auseigener Macht geben wollen, und was der«gleichen gute Anmerkungen mehr ffnd, wel-che die Lehrer der Kirchen-Geschichte häufigund mit vielem Vergnügen hier lesen können.Ist für 27 kr. zu haben.
Bei? den Verlegern dieser Nachrichten ist auch zu haben:Christian Carl Scharnier, in der Erfahrung gegründete Gedanken über die Oonservariquder alten und Anlegung neuer Holzunaen in einer Unterredung verfasset, in 8, l7'48.Ist für ro Kreuzer zu haben.