Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
383
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fassers Gedancken offenbar, daß dem Men-schen ein zwiefacher Ve stand und Willenmitgetheilet sey. Der göttlichen Ordnungnach, sollte der thierische dem geistlichen un-terworfen seyn, allein die Seele hat ihreHerrschaft verlvhren, und diß ist das Lehr,Gebäude des Herrn Verfassers, daraus sich,wie er glaubt, alle Schwierigkeiten vomFalle u. d. gl. erklären lassen. Wir müssengestehen, baß wir nicht den geringsten Scheineines Beweises finden, daß der doppelte Ver-stand und Wille, wie er es nennt, in zwoverschiedenen Substanzen anzutreffen sey.Er hat nichts gesagt, was nicht alle wohlgewust und erkläret haben, die sich die mensch-liche Seele als eine» Geist vorstellen, dersich in seinen Würckungen gewisser Massennach dem Cörper richtet; und die bekannteErntheilung der Kraft sich vorzustellen, undder Neigungen, in obere und niedere, thutalle dem genug, was er angeführet hat, oh-ne daß es nöthig wäre, den veralterten Un-terscheid zwischen der /Zni'ma ssnlitiva undrnrionnli wieder aufzuwärmen. Also hätteder Herr Verfasser besser gethan, sich dieAnfangs-Gründe der Lehre von der See,le bekannt zu machen, ehe er durch seinGewäsche den Herrn Abt Mvsheim lehrenwollen, » 6 . kr.

Hamburg. Beym Verleger dieser Zei.tung ist zu haben: Hamburgifches Ma-gazin, oder gesammlete Schriften zumUnterricht und Vergnügen aus derNaturforschung und den angenehmenWissenschaften überhaupt. Des 2tenBandes viertes Stück. Man liefet in dem-selben folgende Aufsätze: r) Das rte Stückder Astronomischen Amnerckungen. Aus derGeschichte der Königlichen Academie derWissenschaften vom Jahr 1741. von einemTrabanten, den man bey der Venus beob-achtet bat. ») Ein Sendschreiben von dereigenen Schwere der Diamanten. Aus der47s. Num. der Philosophischen Transactio«neu. ;) Ambrosius Beurers, von Nürn-berg, Abhandlung vom Steinbruch Oüeo-

coll3. Aus eben der Nummer übersetzt. 4)Schreiben von Gowin Knight, die verschied,iich veränderten Pole der Magnete betref-fend. Aus eben der Nummer. 5) Nach.richten von Wollen-Manufacturen und Wol.len-Hanbel überhaupt, absonderlich was denWachsthum, Fortgang, die Verbesserung,die Abnahme und die Abwechselungen bessselben betreffen; nebst den Ursachen davon,und den verschiedenen Preißen der Wolle, zuverschiedenen Zeiten in Engelland rc. imglei-chen die verschiedenen Gesetze, so von Zeitzu Zeit dieserwegen gemacht, und die Vor.schlüge, so gethan worden, die Ausfuhr un-gearbeiteter Wolle zu verhindern, und über-haupt alles, was zum Nutzen eines Landesbey der Wolle zu bemercken ist, von I.Smith., 6) Herrn Pros. Kästners in Leip-zig Erläuterung der Halleyischen Methodedie Wärme zu berechnen, in so ferne solchebloß als eine Würckung der Sonne angese-hen wird. 7) Muthmaßliche Gedancken vondem Stande der Pstantzen während der Blü.the, von Georg Friedrich Möller, aus Sauen.

8 ) Peter Collinsons Anmerckungen vom See-Krebs. y) W. Arderons Schreiben von Er-haltung kleiner Fische in gläsernen Flaschen,und einer leichten Art Fische zu fangen. ic>)Auszug eines Briefes von einem alten Ge-bäude Bridewell in Nvrwich. n) Briefdes Herrn Simon von den abgegangenenKnochen einer Frucht durch den Hintern, -imgleichen von einigen Foßilien in Jrrland.rr) Die Eule, eine Fabel. 2 IZ. kr.

Rom. Mainardi hat verlegt: l.e Vesti-ßia e raritä äi lloms umica ricercace e spie-A2re äa gA^reoro 3II2 rea-

le ^ccaciemis äi krsnciL, I,jl»i II. in groß4to, 1. Alphabet 12. Bogen, mit vielenKupfern, Da diejenigen, welche von denRömischen Alterthümern, so noch heutigesTages übrig sind, in Schriften gehandelthaben, nicht einig sind, und verschiedeneUmstände gantz anders, als sie in der Thatbeschaffen sind, angeben; so hat der berühm.te Antiquarius Fievrvm den Gelehrten so

wohl,