Band 
Zweyter Band.
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4i6 Vierte Abtheilung.

che. Er kam 1604. nach Paris, die Philosophie und schönen Wis-senschaften zu studiren; zu Heidelberg, wohin er sich 1606. begab,legte er sich, nebst der Rechtsgelahrtheit, auf die Kritik und auf diegriechis sowohl als lateinis. Litteratur. Aber durch seinen übertrie-benen Fleiß, da er von z Nachten 2 auf das Studiren verwen-dete , zog er sich eine tödtliche Krankheit zu, von welcher er aberdoch wieder hergestellt.wurde. Zum Schein und aus Gefälligkeitgegen seinen Vater, ließ er sich 1610. unter die Anzahl der Parla-menrch'Advocaten zu Dijon aufnehmen, beschäftigte sich aber, ohneReattshandel zu führen, mit der Kritik. Er hielt es mit den Ne-fsrmirtcn, und heyrathete 162z. ein böses, stolzes und gcitzigesWeib Ouno 8ulm3l>rms ) AnnaMcrcicr, die Tochter des JosiasMercicr, Herrn von Bordes, der damals unter den Protestantenin Frankreich, einer der angesehensten war, und ein schönes Land-gut Gngny bey Paris hatte. Hier hielt sich Salmasius mit sei-ner lieben Ehefrau auf bis 1629, da er nach Dijon zurückkam, seineFreunde zu besuchen. Sein Vater wollte ihm seine Bedienungabwetten; aber der Siegelbewahrer Marillac, ein abgesagterFeind der Protestanten, willigte nicht darein. Da Salmasiusseine Hofnung vereitelt sah , so überließ er sich ganz seiner gelehr-ten Mnse. Zu Padua und Bologna bot man ihm die Stelle einesöffentlichen Lehrers mit einer grossen Besoldung an. Aber er hieltdie Würde eines Professors für zu gering, und nahm den Berufnicht an. Von der Universität Leiden ließ er sich erbitten, dieihm i6zr. angetragene sehr einträgliche Ehrenstelle, welche Scali-gcr bekleidet hatte, ^ aber ohne den Titel eines kmiLlloris bonvrsriianzunehmen. Er sollte nur die Kirchengeschichte lehren, und dieAnnalen des Baromus widerlegen. Bald nach seiner Ankunft zuLeiden empfand er die Folgen der gröber» ungesunden Luft. Erverfiel in eine Krankheit, die ihm mit der Wassersucht drohte,und begab sich r6z;. nach Paris und nach Dijon. Der König er-nannte ihn zum Staatsrath und beehrte ihn mit der Ordenskettedes heil. Michaels. Der grossen Hofnungen und vielen Verspre-chungen ohngeachtet, die ihm besonders der Prinz von Eondemachte, kehrte er r6z6. wieder nach Holland zurück. Nach demTod seines Vaters kam er 1640. wieder nach Dijon, seine Erb-schaft zu besorgen. Der Card. Richelieu soll ihm 12000 Livres.Fahrgeld augebokten haben, wenn er in Frankreich bleiben, und

dessen