V. Anfang u. Fortgang d. Gelehrfamk. 41?
dessen Leben beschreiben würde. Er wollte aber kein gedungene?Schmeichler seyn, und kehrte 164;. nach Leiden zurück. Schon langwollte die Königin Christinn in Schweden den berühmten Salma^sius bey sich haben. Er willigte endlich, wiewol ungern, i6;c>. inihr Verlangen. Er erschien zu Stockholm nicht in der gewöhnlichenKleidung eines Gelehrten, die er zu tragen pflegte, sondern wiees seine stolze Gattin haben wollte, in der Tracht eines Hofmannsund Soldaten. Dadurch setzte er sich dem Gespött aus. Die Kö-nigin bezeigte ihm aber bey jeder Gelegenheit ihre vorzügliche Ach-tung , so daß sie nicht nur den vojsius, der ihn beleidigt hatte ,feines Bibliothekariats entsetzte, sondern auch den Salmasms12 Monate bey sich behielt, da er nur aus 6 Monate von den Cutratoren Erlaubniß hatte, und ihn beym Abschied mit ihrem Bild-niß beschenkte. Da er seinen Rückweg durch Dänemark nahm, sowurde er von K. Fridcrich III. zur Tafel gezogen, mit dessen undder Königin Bildniß und andern Geschenken beehrt, und bis andie Grenzen auf königliche Kosten gebracht. Seine durch die Gichtsowohl, als durch diese Schwedische Reise zerrüttete Gesundheithatte eine Erholung nöthig. Er begleitete seine Frau nach Spaa;wurde hier von einem Fieber befallen, und starb den z. Sepk«:65z. Man brachte seinen Leichnam ohne Gepräng in die Johannis-kirche nach Mastricht. Er hinterließ 5 Söhne und eine Tochter,die er vorzüglich liebte- So groß seine Verdienste um die Kritik wa-ren, und so sehr man ihn wegen seiner grossen Gelehrsamkeit schäz-te, so sehr schadete er seinem Ruhm durch Grobheit und Stolz,die er einen jeden empfinden ließ, der ihm widersprach, —Schriften: dilli cle primstu kupL M. II. c. II. gr. <L im. Hgkwvirs1608. 8. ämll. 1684.4- O THlr. ) — kloms c. n. I>m. 1609- 8-auch in mehreren Ausgaben. — IM. augnüL lcnywrös Le. c. n.km. 1620. INI. (4 Thlr.) I-ugll. Z. 1670. II. g. — klimgNX exsrci-vsttonss in L. ,sul. Lolini koichiltora , s: L. polxlMor eit
vet. üb. emenll. kar. 1629. II. chl. (1; Thlr.) Imi. 1689. II. los(i2 Thlr. und gr. fol. 15 Thlr.) Sehr schön. — Vs uMis. I-ugchL. »ü;8. 8- (l Thlr.) und lle mollo ulursrum. ib« i6;y. 8. Wo-mit er sich einen grossen Streit mit den Theologen sowohl, als mitden Rechtsgelehrten zuzog. — lurws linguse keilenitticee Kc- lb.1Ü4;. 8. (I Thlr.) Auch eine Streitschrift. — vekenlio tetzis pwD^noi-O I. K. ll. l.onll. 1649, -2. hukä. L. 165a- 12. ümll. löez«(Zweiter Land.) . D d