Cap. XXXIV. Andere Thel. 261
tahne Eintruckungen durch Hüͤlf der ſinnũchenGeiſtern alſobald dem Hirn zuſenden.
XXI. Der k Geſchmack iſt den Menfihen sede
und Thieren gegeben nit fo faſt zur Wolluſt/ alszu nohtwendiger Erhaltung des Lebens/ maſſenbekant/ daß die Thiere bermittelſt diſer Sinnuch-keit die geſunden/ der Natur angemeſſenen/ gu;ten/ nehrhaften Speiſen unterſcheiden bon deenen/ ſo ihnen ſchaͤdlich/ giftig/ undienlich/ diſe hie ·mit berwerffen/ jene annemmen. Was eigentlichdie Geſchmacke ſeyen/ und worinn deren Ver ·ſchiedenheit beſtehe/ iſt auß dem Erſten Theilun-
ſerer vorhabenden Natur Wiſſenſchaft herzuho-
ien. Das eigentliche Werckzeug des Geſchmacksiſt die Zung/ und abſonderlich die darin ſichhaͤuffig befindende nervoſiſche Duͤttlein/ welchedie bon dem Speichel aufgeloͤßte ſamackhafteTheilchen der Speiſen/ und Getraͤncken empfan-genden dem Hirn zufertigen.
X XII. Am g Geruch übertreffen uns aber ·mahl die unvernuͤnftigen Thier/ als zum Exem;pel/ die Bienen/ Raben/ Geyer/ Hunde/ welchedas jenige von weitem riechen/ was wir Men-ſchen entweder nahe an die Naſen halten muͤſ-ſen/ oder gar nit riechen konnen; find zu dem En-de bon dem Schoͤpfer begabet mit einer langenNaſen/ oder Schnabel/ verwunderlich in n Schne-ckenform geſtalteten holen Roͤhrlein und beſonde-rem Außſehen des i Siebfoͤrmigen/ oderſchwammichten Beins; alles widerum zu demEnde/ damit ſie das ſchaͤdliche von dem die nlichenunterſcheiden konnen. Es werden aber die Ge;ruͤche empfunden/ oder eingetruckt/ in die euſſer ·ſten durch das innere Naſenhaͤutlein zertheiltenZaͤſerlein der! Geruchs- Sennader/ und durch de
r iij ren
f. Guſtur. g. Olſactus. B. Tubuli. i. Oc exibriFerme. k. Spongioſum. I. Nervus olfactorius.
Geruch
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