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Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes / Von Hs. Rudolf Schinz, Pfr. zu U...
Entstehung
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welche die Eydsgenosscn in den spätern mayländtschenKriegen erbeutet haben, die aber zu schwer warenüber das Gebirg zu führen. Auf dreyen dieser Ka-nonen ist das venetianische Wappen, eine ist mit denfranzösischen Lilien geziert, die übrigen mit den Wap-pen des Herzog!, mayländischen Hauses Visconti be-zeichnet. Das kleinere in eben diesen Kriegen erbeu-tete Geschütz stehet in den Schlössern zu Lauis nndLuggaris.

Die Wirthshäuser zu Qiornico stehen am Weg,der durch enge gepflasterte steile Gassen sich krümt.Ein Reisender kann sich da erquicken/ man findet ei-ne gute Tafel, feinen italienischen Wein, delikate Fo-rellen, gute Bether, und freundliche Bedienung. Vor-theile, welche man oft an grösser« Orten in Italienmangeln muß. Der starke Paß ziehet den Einwohne-ren Nahrung zu, und vermehrt die Bevölkerung die-ses sonst unbequem und seltsam am Abhang des Bergsgebauten, und zertheilten Orts. Wir hielten unsnicht langer da auf, als es nöthig war, ein GlasWein zu trinken, und das beschriebene Zeughaus zusehen und eilten bey grosser Sonnenhitz, die in die-len engen Thalern unglaublich stark und brennend ist,weiter in eine angenehmere Gegend, die sich zeigteso bald wir Oiornico verlassen hatten. Die Land-schaft wird sanfter und ebner, der Fuß des Gebirgsfruchtbarer, der Fluß fließt stiller und ruhiger. Wirwaten in ebene grasreiche Wiesen ein, durch welcheder Weg beynahe eine Stunde bis Lo6io fortgeht.Zu beyden Seiten sind die Berge, welche das Thalnoch immer eng einschlieffen, von kleinen Nebentha-lern unterbrochen, welche dichte Kastamenwalder be-greifen. Höher auf dem'Gebirg siehet »ran dagegen

Stum