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Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes / Von Hs. Rudolf Schinz, Pfr. zu U...
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und mannigfaltiger Verbindung gewesen, daß eine kur-ze Nachricht davon hauptsächlich in Absicht seiner Be-ziehung auf die italienischen Provinzen unsers Vater-lands hier nicht ganz am unrechten Orte stehen dürfte.

Como oder Chum ist eine mittelmäßige Stadt/die nicht über 9020 Einwohner begreifen wird, andem südlichen Ende des von ihr benannten Sees ineiner angenehmen kleinen Ebne, die mit Hügeln undBergen enge eingeschlossen ist, gelegen. Der Busendes Sees geht in die Stadt hinein, und hat einenwohl gesicherten Hafen, aufden man aus dem erwähn-ten Wirthshaus eine freudige Aussicht hat. Die Stadthat ein gutes Pflaster, die Wägen rollen sehr sanftdarauf, weil steinerne Blatten da eingelassen sind, wodie Räder das Pflaster berühren und Geleise aushöh-len. Man mag herkommen von welcher Seite es seye,so muß man nach der Stadt heruntersteigen, die Aus-sicht aus derselbigen ist also in allwege eingeschränkt,um deswillen aber nicht minder angenehm, weil dieumgebende Hügel am Fusse mit Weinreben bepflanztsind, über welchen schöne Weiden, oder dichte Casta-uienwäldchen das forschende Aug auf eine angenehmeWeise aufhalten, nur gegen den See hin ist das Per-spektiv länger, der jedoch so viele Krümmungen macht,daß man derselben wegen nur ein paar Stunden weitsiehet; hätte man diese Aussicht nicht, so wäre dieStadt in einer traurigen Lage. Gegen Südwestsieht ein spitziger hoher Hügel, an welchem die Stras-se nach Mayland hinführt; auf diesem stand dasin der Geschichte der Stadt oft vorkommende SchloßL^raveilo, dessen Ueberbleibsel jezt noch zu sehen sind.An beyden Ufern des in die hohen Gebirge gegen dieAlpen hin sieh auf zehn Stunden erstreckende» Sees stn-

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