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Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes / Von Hs. Rudolf Schinz, Pfr. zu U...
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besser und zweckmäßiger eingerichtet als die auf demLaurser - und Langen - See.

So fruchtbar und schön diese Seeufer überhauptsind, so giebt es doch auch Stellen, da die Berge vomSee an ganz steil und prallicht, und keiner Kultur fä-hig sind. So ist der südöstliche Busen beschaffen, derwegen der Enge bey k.ecco einen eigenen kleinen SeeLüdet, und I.SZ0 cii l.e-cco heißt, jedoch mit demCorner - See völlig zusammenhangt. Dieser Busenist nur eine Viertelstunde breit, aber eine Stunde lang,überall mit ganz unfruchtbaren, schrecklichen und wüstenFelsen nmgebcn, nur der gegen Süstwest gelegeneTheil rst grasreich, und hat Castanienwaldung. DerBerg, der von Ost dieses Wasser einfasset, ist so steil,unfruchtbar und kahl, daß der schmale Fußsteig andemselben nicht allezeit sicher zu wandeln ist. Olcinarsstößt an diesen Busen, welches die Grenzftheiduvg zwi-schen dem mayländischen und venezianischen Gebieteausmacht.

Weil wir einmal das Maylandifche betretten Hat-ten, so wünschten meine Gefährten auch die Hauptstadtzu sehen, und von Mailand den Rückweg irr dieSchweiZ über den Langen - See und die Boromei-fchen Jnsuln nach Luggarus zu nehmen. Als wirheute den rv. Arrgstm. frühe noch eurem Spaziergangin der Stadt herum gemacht, wars unsere vornehmsteAngelegenheit dem Hr. Bischof für seine uns bewie-sene Ehre, und dem Hr. nöccki für seine freundschaft-liche Bemühung zu danken! Wir machten dem lezternzuerst einen Besuch, warteten dort, bis klonügnorL(so wird ein Bischof in Italien insgemein genennt)in der Haus-Capelle seine Morgen» Andacht verrichtethatte, und machten demselben sodann in Begleit des

Herrn