Herrn Mccki unser Abschieds-Complimmt, wobey eruns mit einer Schaale Chocolade bedienen ließ / un-nns Empfehlung nach Mailand anbot, die wir aberalle, bis auf die an den Graf ki'rmirn, verbaten;da wir uns nur ein paar Tage dort aufzuhalten ge-dachten, und ich ohnehin ziemlich viele persönliche Be-kanntschaft hatte. Hiernächst mußten wir den bischöf?liehen Herrn General Vikar , nach unsrer Erge-benheit und Hochachtung versichern, der ein Schweizervon Hsconä gebürtig, ein Mann voll tiefer Gelehr-samkeit und außerordentlichem Scharfsinn ist, undKenntnisse genug befasse, nicht blos der geistliche Ratheines Bischofs, sondern eines grossen Landesfürstenzu seyn:
Ehrenhalber und weil wir der grossen Mtttags-hitze entgegengingen, wollten wir eine Kaleße nachMayland bestellen, fanden aber keine auf die Artund in dem Preist, wie wirs uns in Kopf gesezt hat-ten; und weil wir auch keine Pferde bekamen, so sa-hen wir unfern Wunsch erfüllt, nach der Hauptstadtzu Fuß zu gehen, und unser Gepäck durch einen Mannuns nachtragen zu lassen. Hierüber war unser Wirtham allermeisten betroffen, er konnte gar nicht begrei-fen , was wir auch für Leuthe seyen. Als Krämerkamen wir (wies unser Aufzug und Sparsamkeit ihnvermuthen ließ) an. Als Edelleuthe wurden wir vondem Bischof behandelt, und als Handwerksburscheoder fahrende Schüler wollten wir abreisen. AnfangsLote er uns einen Platzknecht an, der uns zu den Kauf-leuthen führen sollte, unsere Waaren anzutragen, undschlug wenige Achtung auf uns, um so weniger, alswir durch unser genaues Markten um den Preiß derTafel und Herberg zu sehr merken liessen, daß wirAa 4 ^