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Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes / Von Hs. Rudolf Schinz, Pfr. zu U...
Entstehung
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3§L

welchen wir kamen, heißt ^larlara ( schlecht,weg Oamerlaös) sodann folgten ?ork3Zllerro » ?io6a,Oueporte, lermL, Lobnno UNh Lerlaiina. Hier

ist ungefähr die Mitte des Wegs Wischen Eomo undMayland, und treffen da die Strassen von verschie-denen Seiten zusammen; daher das hiesige grosse undwohlbeßellte Wirthshaus von Reisenden allezeit sehrbesucht/ und diesmal so damit angefüllt war/ daß wir'keinen anständigen Platz mehr für uns fanden und unsum so mehr entschlossen weiter zu gehen / als der mitGeschäften überhäufte Wirth / dessen geräumiger Hofvoll Kutschen und Wägen und vornehmer Gästen war-auf uns staubichte Fußgänger keine Achtung gab. Al-lein die Hitze des Mittags und der tiefe Staub derStrasse hatte uns so sehr abgemattet / daß wir unsum die Eselpost umsahen/ und uns dieser gedultigenThieren zu Fortsetzung der Reise zu bedienen entschlos-sen. Bald in allen Bauerhöfen an der Landstraffesindet man mehrere Stein-Esel/ denen sie sich zum Tra-gen ihrer bessern Erzeugnisse auf benachbarte Märktebedienen / oder zu eigener Bequemlichkeit auf ihre» Rei-sen. Wir mietheten drey für uns / auf einen legten wirunser Gepäck/ das wir von einem Fußgänger uns hat-ten nachtragen lassen / und auf einem ritt ihr Hirt,der mit uns bis nach Mayland zu kommen verspro-chen hatte / um seine Thiere zurückzuführen. Anfangsschien der Einfall aller erwünscht/ wir konnten uns beydem sanften Gang dieser Thieren/ die uns hinlängli-che Zeit liessen alles zu beobachten/ alle Bemerkungenaufzuzeichnen/ von der Müdigkeit zum Theil erholten;aber in zwo Stunden Zeit legten wir nur eine des Wegszurück. Weil aber die Aussicht auf die umliegendeLandschaft offner < und das Land selbst angenehmer

ward