und diese sind nicht eine geringe Schuld an der Ent-völkerung , weil bey diesen ungeheuren Meyereyen >die durch Pächter chnd Unterpachter besorgt uud vonelenden blutarmen Leuthen bearbeitet werden, die keinReitz des Eigenthums ans Vaterland bindet, die vonjenen gedrückt und auf die unbillichste Weise ausge-zogen werden. Die Besitzer der Grundstücke sind nurdie Reichen, die herrisch und ohne Handarbeit voMSchweiß der Frldbauern leben. Der eigentliche Bauer)der Arbeiter hat kein Eigenthum, und also kein In-teresse die Güter zu bessern. Der Landeigenthümer stei-gert bey jeder neuen Verpachtung der Länderey denPachtzins des ganzen Guts; dieser thut das gleichegegen die Unterpächter, welche theilweise das Landbenutzen, und diese sind nicht weniger hart gegen denarmen Söldner, dem sie die täglich vorfallenden Ar-beiten verdingen. Der Söldner wohnt mitten aufdem Feld in einem Haus, das von blosser Erde einpaar Ellen hoch gehauen und mit einem Strohdachbedeckt ist; er ermangelt alle Bequemlichkeit des Le-bens , Stroh ist sein Bethe, Stroh seine Decke. Brodist ihm eine Seltenheit, Hirs oder türkisch Korn-Grütze seine tägliche Speise, Wasser sein Trank. Derärmste Schweizerbaur, der sein Gut ganz mit Schul-den beladen und alles zu verzinsen hat, ist gegen demmayländischen Bauer sehr glücklich, weil er doch, sslang er den Zinß entrichtet, sicher bey seinem Eigen-thum, bey Weib und Kindern ist; da hingegen jenerganz von der Willkuhr des Pächters abhängt. Schwei-zer-Freyheit ist freylich kein grosser Vorzug für dieVornehmen; aber die Leuthe vorn mittlern Stand,und die gemeinen Bauern gemessen die Freyheit dochwenigstens eben dadurch, daß nicht einer von des an-Bb - dertt
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Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes / Von Hs. Rudolf Schinz, Pfr. zu U...
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