Hern willen abhängt, sondern jeder unter dem Schutzder Gesetzen sein eigner Herr und ohne Kopfsteuer imLande sicher ist. Da hingegen auch der geringste rnay-ländische Einwohner, der keines Nagelsbreit an der Er-de zu seinem Eigenthum hat, einen Thaler Auflagevon seiner Haushaltung geben muß.
Bey aller überflieffenden Fruchtbarkeit des may-länoischen Bodens giebt es.doch ganz ungebaute Stri-che Lands, wo nichts als Bräusch wachst, besondersgegen dem Tizin, an der Strasse nach Scstto, woder Aussiuß desselben aus dem Langen-See ist, be-kömmt man dergleichen Haide zu sehn. Sonst woimmer Einwohner sind, da liegen die Felder niemalsLrache, sie geben eine doppelte Erndte, und wo mandie Erde ruhen lassen will, geschieht es schon dadurch,daß man nur einmal im Jahr das Land besäet, nämlichmit Waitzen, auf welchen sonst noch das türkischeKorn folget — der Moorhirs wird auch sehr häufiggepflanzt, und zu Grütze gemahlen von den Bauernverheißt; deßgleichen eine ähnliche Pflanze, die Saginagenannt wird, (holcus glumis villolir semmibussriNsri« ) aus welcher Kleiderbürsten, Besen , Stroh-matteu u. s. w. verfertigt, die Körner aber gegessenwerden.
Das ganze platte Land ist mit Canälen durch-schnitten , davon die zween grössesten, der aus demTtZin, so von der West Seite kömmt, d^viglioxranäe gettennt, und der aus der Adda von HerOstseite, so Martesima heißt, zur Handelschaftdes Lands, und zur Gemeinschaft mit der Hauptstadtso wohl als zu Bewässerung des Lands dienen. Dererstere ist bey Lala öella Lamera aus dem TiZMabgeleitet, er geht bey lurbigo und LussälorL vor-bey,