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Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes / Von Hs. Rudolf Schinz, Pfr. zu U...
Entstehung
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Diese Bemerkungen erklären 'nun, warum amnord-westlichen Anfang des Thals claver§no, an denGrenzen gegen Mallis und piemont die Gletschersich bis in das tiefe Thal hinab erstrecken, und docham süd-östlichen Ausgang desselben schon Wein wachstund zwo Erndten auf dem nämlichen Acker reif wer-den ; man kann aber hieraus zugleich auch abnehmen,warum der Schnee auf den sehr hohen Bergen zwi-schen dem Mazm- und Ver.zasca-Thal, und zu hin-terst im Lcruifer-Thal auf einer Höhe im Augustschmilzt, in der er auf nördlicher gelegenen relativnicht höheren Gebirgen durchs ganze Jahr bleibt,und warum an den südlichen Mündungen der Thälerund an dem Lauiser- und Langen-See Pflanzen ge-deyen, und Früchte in der freyen Luft zur Reife ge-langen, die den Winter ohne eiwDache m mehrererTiefe, und weiter gegen Süd nicht ertragen mögen.

Das schweizerische Italien ist gröstentheils nochso gut ein Bergland als die deutsche Schweiz. Esenthaltet nur Berge und Thäler, sehr wenige Ebe-nen am Ausgaug der Thäler gegen die zween beträcht-lich grossen Landseen, die es begreift. Die gröffesteEbene ist diejenige so vom Langen-See sich gegenBellen.z hinziehet, die aber nirgends völlig eineStund breit ist die grössesten Flächen machen dieSeen selbst aus. Die übrigen Thäler sind nirgendsbreiter als höchstens eine halbe Stunde, nur unter-halb Mendrys schwinden die hohen Berge zu Hü-geln herab; und erst wann man gegen die Seen? hin-kommt, glaubt man zu bemerken, daß es einem eb-nem Land zugehe.

Die Berge dieser Landschaften haben auch nochüberall die Form der Schneebergen, ihre Gipfel sind

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