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zugefpizt , Pyramidenförmig, ihre Seiten und Aus-randungen scharf; sie sind nicht so vast Gebirge alsBerge/ die nicht sehr zusammenhängen, ihre Richtungoft abändern. Ihr Umfang ist ungeheuer, die mei-sten , besonders an den Seen sind roh und kahl oben'her, steinigt und steil, und enthalten nur in ihrenVertiefungen Alpen, in ihren Klüften aber Waldun-gen.
Ich bin oft auf einige der höchsten Bergen die-ser Landschaften gestiegen, sie stehen im MaMthal,Verzasca, und im Lauiser-Thal, wo ich die may-ländischen, welche das östliche Ufer des Langen-Seesmachen, ganz überschauen konnte. Mein Standpunktwar also höher als diese. Im Lauiser-Thal bin ichso hoch ans Gebirg geklommen, daß ich die Bergesahe, welche mayländischer Seits den Comer-See ein-schließen, sie schienen mir nicht höher, die nähestennicht einmal so hoch als die sckweizerschen; ich selbstkonnte sie nicht messen; wohl aber hat der Natur-forscher kini, wie oben erwehnt, jene gemessen; wannich nun seine Berechnung für richtig annehme, undmein Augenmaaß und die Erfahrung mehrerer Leute,mit welchen ich hierüber gesprochen, mich nicht ganzbetrogen hat, so haben die Berge in Derzasca, die-jenige welche das Va! 60II2 einschließen, und ansV2I 8o!ci2 stossen , einerley Höhe mit dem Luer, undandern ewigen Schneebergen in kauchgm, nämlichmehr als 1502 Toisen, und ist die Ursach, daß derSchnee auf diesen bleibt, auf jenen aber schmilzt , innichts anderem als der Verschiedenheit des physischenClimats zu suchen, da das geographische beynahegleich ist.
Die