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ren z? i.2 auf i Louisd'or gehen) von dem allerbestenrothen galt damals die Brente 9 bis n i-r.
Ueberhaupt wächst in diesen Landschaften ein bes-serer Wein als in der deutschen Schweiz/ und woer nicht die erwünschte Feinheit hat/ da ist die schlechteBehandlungsart daran Schuld. Der so an den See-Ufern gepflanzt wird/ läßt steh jung eben so ange-nehm trinken als der Ryffwein, so am Genfer-See /zwischen Qurry und 8l. SaptiOsin wächst/ und ebenweil er ganz neu getrunken werden mag / so berühmtist. Er wird gröstentheils innert Jahrsfrist getrun-ken/ und in den See-Gegenden nicht länger als einPaar Jahre erhalten, in den Bergthälern aber bleibter viele Jahre gut/ und wird alle Jahre besser. DerTrauben-Gattungen sind sehr viele / einiche davon sindausnehmend köstlich und süffe.
Man macht kaum den fünften Theil weisen Wein,der übrige wird aller roth. Aus rothen Traubenweissen Wein zu keltern, welches in der deutschenSchweiz so gewöhnlich geschieht, versteht man hiernicht. Da man alle Trauben zerknirscht, und an demTreber gähreu laßt, und das süß Auspressen nichtkennt, so kann es auch nicht änderst seyn, als vonrothen Trauben muß immer rother Wein kommen,weil der Saft bey der Gährung von den Hülsen dieFarbe annimmt. Der weiße giltet auch immer einDrittel weniger als der rothe. Bey dem weissenhängt seine vorzügliche Güte von der Menge Musca-teller-Trauben ab, die man dazu nimmt.
Die Art des hiesigen Weinbaues ist verschie-den , je nachdem er an Hügeln oder auf der Ebne getrieben wird, überhaupt aber ist es bey weitem nichtso mühefaitt/ wie in der deutschen Schweiz, oder im
Maat-