47§
t
e
Irzlem / und ungeachtet aller Verfolgung sind die Fi-sche doch immer in Ueberfluß. Die Berg- und Wald-wasser liefern die schönsten Forellen. In den Seenfindet man neben den meisten von denjenigen Arten,die in der deutschen Schweiz gefunden »werden, auchnoch verschiedene andere Gattungen Fische, die diesenWassern eigen zu seyn scheinen, besonders im Langen-See, der vermittelst des Tizins und des mit demMeer Gemeinschaft Hat. Es werden Hechte darin»gefangen, die bis auf 25 grosse Pfunde wiegen; auchin dem Lautier See, und besonders in dem Busen vonHxno find solche nicht selten. Man wird erstaunenwann man im Verfolg vernehmen wird, wie starkdie Ausfuhr an Fischen aus beyden Seen nach May-land, und wie stark die Ausbeut der Fischerey in denSeen, Flüssen und Bachen seyn.
Allein diese Menge Fische hat neben den Men-schen noch an dem Otter einen mächtigen Feind. DieFisch-Otter sind nicht leicht in einem Land in sol-cher Menge zu finden, wie hier. Sie steigen von denSeen bis in die Waldwasser der höchsten Bergthälerum sich an den schönsten Forellen derselbigen zu wei-den. Man fangt sie auf alle Art, und findet sie sehrfett — ihr Fleisch wird als eine magere Speise an-gesehen , und in der Fastenzeit, unter allerley Gestaltam meisten aber gesalzen in Würsten als eine köstlicheSpeiste in den Klöstern gegessen.
Die Krebse sind dagegen viel seltener, in eini-ge« Flüssen findet man gar keine, und nur in wenigenBachen, sie sind daher theuer im Preiß und sehr gesucht.
Das Oiche oder die Hausthiere, so man indiesen Landschaften haltet, sind dem Clima in ihrerArt und Gestalt angemessen. Zum Fortbringen der
Ff
Waa-