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Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes / Von Hs. Rudolf Schinz, Pfr. zu U...
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Waaren sonderlich in die Bergthäler, nnd zur Spe-dition der Ausfuhr dessen was sie entbehren können,bis an die Seen, bedient man sich des Maulesel,eher als der Pferden, weil sie viel stärkerer Natur,Hunger nnd Durst länger aushalten, grössere Lastentragen und länger in der Arbeit ausdauren können alsdie Pferde, auch viel geschickter sind als diese, dieschmälsten Fußsteige und steilsten Berge ohne Schadenzugehen. Nur in dem an die Seen stoßenden ebenenLand bedient man sich der Kärren, an welche Ochsenangejochet werden. Die meisten Waaren aber werdengesaumet, oder getragen, die wenigsten gefahren. DieMüller halten Steinesel.

Das Hornviehs ist von kleiner und magererArt, besorders die Ruhe haben ein sehr geringesAussehen und sind meistens rotbbraun von Färb, siefinden nur magere Weid, und die Alpen sind meistenssehr inühesam; die sogenanten Schweizer-Kühe, wel-welche die Deutschen auf der Lauiser-Messe an dieMayländer verhandeln, sind noch einmal so schön undgroß als die Italienischen, daher diese aber auch kaumden halben Werth ivvn jenen gelten. Nur in den nord.lichern und höhern Bergthälern ist das Viehe ansehn-licher, je näher der deutschen Schweiz je schöner istes. Die Kälber sind indessen wegen ihrem schmack-haften Fletsch von den mayländischen Mezgern sehrgesucht, die aus dem Thal Veirsseä stehen besondersin gutem Ruf. Wann die Ochsen an gute Mästunggestellt werden, so werden sie jedoch auch schwer.Ao. 1780. ward zu Lauts einer geschlachtet, der 600grosse Pfund wog, md 94 Pfund Unschlitt gab, und1779. wurden einem Lehenmann zu Lolcarmo 50 Ze-cht-