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Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes / Von Hs. Rudolf Schinz, Pfr. zu U...
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von Geschmack und sehr dauerhaft wird. Man pflanztDiese Art um dem überigen Wein Haltbarkeit zugeben.

Canavera und Colbera sind in äusseren Aus-sehen nicht stark von einander verschieden, beyde se-tzen einen guten angenehmen Wein. Die leztere Artist fruchtbarer als die erstere.

pagans., auch ?s§2nols, zu Lauis und inVeltlin ?i§nola. Dieser Trauben ist Zapfen- oderKegel förmig, sehr gedrängt; die Beeren sind ganzrund, klein, ein blaurölhlichter Staub bedeckt sie,sonst halb durchsichtig, der Saft ist sehr flüßig, zucker-süße, die Hülse dünn aber färbend, die Stielchen derBeeren lang und grün gefleckt. Die Blätter sind we-nig eingekerbt, nicht wulltgt, stehen an einem langentzraungrünen Stiel. Die Traube fault gern am Stock,weil ihre Beeren sehr dichte stehen. Sie ist fürtreflichzum Essen, läßt sich lange aufbewahren, giebt einenguten Wein, der mit anderem vermischt, einen pi-kanten Geschmack erhält.

Die Margelana ist sehr matt an Farbe, köst-lich zum Essen, und giebt guten Wein.

Negrera ist sehr groß mit gedrängten Beeren,die ein wenig eyförmig, schwarzblau und klein, mitgalertartigem sauerlichtem Saft gefüllt, auf langengrünen Stielchen mit rothem Köpfchen sizen. DieBlätter sind sechseckig, tief eingeschnitten an einemkurzen, dicken, grünen Stiel. Diese Traube ist nichtgut zum Essen, giebt aber einen heftigen, aber et-was herben und schwarzrothen Wein, wird an denStrassen zu Lauben gepflanzt, weil ihre Frucht weni-ge Neider erweckt. Die Martesana gleichet dieserin vielem, giebt aber einen weniger herben Wein.

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