Vorrede»
M aus dem Gewebe der Fabel herleiten liessen,wie z. B. bei paudoren , Homer und der Tau-be , der Arzt ein Sterndeuter u. s. w. Wo mirLa Motte zu geschwäzig war , zog ich ihn ins Kur-ze; seinen oft gewagten Wtz sucht ich zur kaltenVernunft herunttr-zu stimmen , und seinen Flit-ter weg zuschneiden.
Indessen, so wie zu feinen Lebzeiten La Mot-!ens Freunde ihn allzusehr über sein wirklichesVerdienst erhoben? so sezten ihn auch nach seinemTode seine Tadler zu tief hinunter. Bekannt ist dieAnecdote des Abendcränzgen von wizigen Köpfen,in welchem auch die Vergleich« ng La Mottensund Lafontainens in Wurf kam — Im Chöreschrien alle: Es lebe Lafontaine! Welcher feind-liche Dämon hat diesem armseligen La Motte denEinfall eingeflößt auch Fabeln zu schreiben ? AufEhre er machte nur des Lesers Mitleid rege. Sei-ne Verse sind hart, wie Hammerschlage, und sobald er scherzen will, erwekt er Herzenswehen.Richt elender könnten seine Gegenstände gewähltwerden, seine Erzehlungsart ist zum einschläfern,und ihr Schwanz, oder die Sittenlehre noch ar-ger. Kurz, vom Kopfe bis zu den Füssen ist La
Motte ein Stümper-Freilich, erwiederte
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