Vorrede.
Voltaire, in Lasontainens Laufbahn sich zu wa-gen / brauchte keinen geringen Grad von Vermej-ftnhcit. Von diesem Phcnix hab' ich eine neue Fa-bel , die erst nach seinem Tode unter seinen Schrif-ten gefunden wurde; nach meinem Geschmak sei-ne schönste. Erlauben sie, daß ich sie ihnen vorle-se -Alle bitten ihn dafür. Er liest. Alle gera-
then dabei in Entzüken. Welche Leichtigkeit/ wel-che Feinheit, welch richtige Beurtheilungskraft?Nach der Vorlesung wird bis und ter geschryen —
Sehr gerne / meine Herren-Jedesmal ein
neues Beifallgcklatsche. Die Grazien / die Naturselber haben ihm jedes Wort eingeflößt/ jedesBild erfunden „Mein Herr / könnte man nicht da-„von Abschriften ziehen lassen? —Freilich / wenn„ihnen eine Gefälligkeit geschieht/ so schreiben siesie ab! Leben sie wol l Man nihmt sie / unten stand
La Mottens Name-Diese Geschichte sey auch
mir Entschuldigung und Schuzwehr / daß ich ssviele von La Mottens Fabeln dieser Sammlungeingerükt habe!
Freilich ist Richer natürlicher als La Motte;es sey nun aus Richtigkeit des Geschmaks/ oderaus Trokenheit der Einbildungskraft/ seine über-flüssige Fruchtbarkeit hat er nicht: er ist weniger
Or-