Die Hofcapelle ladt Allegri hurtig ein.
Sein Publicum soll izt ein plumper Bauer seyn.Schon schallen sanfte Symphonien,
In schwermuthsvollen Harmonien.
Denn tritt ein Sänger auf, und seine SilberkchleSingt schmelzend süß, wie Philomele.
Ganz ist der Bauer vor Entzüken stumm,
Er glaubt, daß er der Seraphs Chöre,
Den Silberklang von Davids Harfe höre,
Und träumt, er geh mit sel'gen Geistern um*
Man sieht von Wehmuth hingerissen,
Aus seinen Augen Thränen fliessen.
Zum Himmel schwingt sich sein bethränter Blik,Zeitlebens fühlt' er nie solch Götterglük:
Er drükt in reiner Andacht Flammen,
Die beiden Hände fest zusammen.
„Gott, spricht er lers, klingts schon auf dieser
Weit so schön,
„Was werd' ich schöners wol im Himmel sehn?Die Muflc dauert mehr als eine Stunde,
Mit starrem Blik und offnem MundeSizt einer Säule gleich er unbeweglich da,Unwissend was er hört, unwissend was er sah.
Gr hatte Weib und Kind, aus Kopf und Herz ver-loren ,
dein ganz Gefühl schwang sich ins Auge nur und
Hhren.