Doch fühlt der Jüngling bald der Wollust bittre
Früchte,
Ein Krankenbett verrieth die gräßliche GeschichteDer Lüste die den Leib und Seele so verheert,
Und jeden Lebenssaft im ersten Keim zerstört.
Ihn fand die Faeultät in hofnungslosem Stande,Nur. eine Spanne noch fern von des Grabes Rande»Die Muter äusserte nun Muth , Gelassenheit.„Wird meinen Armen er gleich durch den Tod ent-rissen -
„Werd' ich als Muter ihn, wird ihn die Welt
vermissen?
„Durch seine Laster grub er selbst sein frühes Grab!„Nihm diese Bürde bald, geliebter Tod, mir ab!„Du siehst ja, daß sie mich beinah zur Erde drüket,„Und jeder Freude Keim in meiner Brust erstiket!Der Knochenmann mit seiner Sens' erscheint,
Im Ernste, glaubt er, sey der kühne Wunsch gemeint!Jedoch der Muter Mund straft bald ihrHerzeLügen,Leicht ists der Zärtlichkeit den Umnuth zu besiegen l„Verzeih, geliebter Tod, rief sie, noch ist er jung :„Schenk ihm Gesundheit nur, und Lebens Besserung!
Zur Reue , Besserung, ists, Jüngling, nie zuchpaUWeil stets entgegen dir der Eltern Liebe geht.
Laßt nur ein Hosnungsstral zur Tugend Rükkehr hoffen,Dir steht -er Muter Herz, des Vaters Arm dir offen»
Paw