Der Wolf und das Lamm.
Nach ^.LkolltLino.
^§tets1stdas beste Recht das Recht der Uebermacht,Esop hat zum Beweiß diß Fäbelchen erdacht.
Einst fieng ein Lämmchen an des Hundsterns Glut
zu fühlen /
Gieng an des Baches Rand um seinen Durst zu kühlen.In feierlichem Schritt schlich bald ein Wolf daher,Er lauerte auf Raub. Lang war sein Magen leer.
In voller Wut rief er dem frommen Lamme zu:„Wie unverschämt tust doch, du Wolleutrager du?„Du wagst es einem Wolf den Labetrunk zu trüben,s,Mich hat, wie dich, der Durst an diesen Bach ge-trieben«.
„Doch deine Kühnheit wirst du bald zu spät bereun!
.-Ihr Majestät, fiel ihm das Lämmchen zitternd ein,„Wie könne ich, armes Thier- des Frefels mich er-kühnen?
„Steh' ich doch zwanzig Schritt' und mehr noch un-ter Ihnen.
„Von Ihnen läuft zu mir des Wassers Strom hinab,„Weil dort des Erdreichs Fall den Laufdem Bache gab.„Sie können meinen Lrunk, ich ihren Lrunk nis
drüben
„Du trübst ihn doch, fiel ihm der rohe Mörder ein,„Und denn, wie sollt'ich dich, du Lästerzunge lieben?
„Dtt