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Sittenlehre in Fabeln und Erzählungen für die Jugend : Nebst einer Abhandlung über die Frage: Sind die Fabeln eine Uebung für Kinder, oder sind sie es nicht? / mit Kupfern von J. R. Schellenberg
Entstehung
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Zoy

Den ganzen langen Tag konnt' ex ihn niemals missen,Früh Morgens bis zu Nacht wollt' er ihn um sich

wissen.

Des Mittags mißt sein Herr ihm selbst sein Schöpp«

gen Wein,

Die Abendmalzeit muß nur Obst und Suppe seyn.Nie konnt' incognits der arme Johann messen,

Aus seines Herren Mund wird gleich ein Salus

fliesten.

SchlieffJohann eine Nacht nicht ruhig, und nicht gut,Stieg ihm zu sehr in Kopf sein jugendliches Blut;Gleich ließ sein Herr die Sprizze tüchtig spielen,

Die Hizzen ihm durch ein Clystier zu kühlen.

Doch den zu sorgsam nur gepflegten SohnLieß die Diät die Kräft' allmählich schon verlieren,Der Wangen Nöthe war entflohn.

Bald ließ Verstopfung sich, und bald ein DurchfaS

spüren.

Für seine Blässe taugt ein stärkend Elixier,

Und der Verstopfung hilft ein Visteralclyftier.

Einst klagt Johann, daß ihn die Colik plage,

Sein Herr befiehlt daß man ihm gleich die Ader schlage.Fühlt er von Hizzen, Frost den kleinsten Anfall nur,Gleich hilft ein Vomitiv der kampfenden Natur.

So viele Sorgfalt stürzt in wenig LagenDen starken Jüngling in das Krankenbett,

Man sieht in ihm ein athmendes Skelett,

Das Seitenstich, und Fieber, Schwindsucht nagen.

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