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Menge großmüthiger Versprechungen , welche erEschern gethan hatte, in Erfüllung gehen konnte;und sein Schüler war klug genug, nicht in seine Fuß-stapfen zu treten, sondern vielmehr andere vor einerdurch so viele Schiffbrüche berühmten Klippe zu war-nen. Das moralische Verhalten Eschers bey seinemAufenthalt in Links Hause zeichnete sich nicht minderaus, als sein Fleiß im Studieren, und war seine lie*benswürdigste Seite. Seine Lehrer sowohl als diejungen Freunde, mit denen er Umgang hatte, ga-ben ihm in dieser Rücksicht das rühmlichste Zeugniß;und die häufigen Briefe, welche er an seine Elternschrieb, verrathen die besten und in der brausendenJugend seltene Grundsätze*).
Da er ein heftiges Verlange» zeigte, eine Univer-sität zu besuchen **), so gestattete ihm sein Vater imHornung des Jahres 1696 mit ein Paar Mitbürgernnach Utrecht zu reisen. Heinrich Füßli, nachmaligerLandvogt zu Regensburg, ein Jüngling den Escherschon lange genau kannte, und der sich hernach alsMann durch Witz und Scharfsinn unter seinen Zeit-genossen auszeichnete, war der eine; der andereaber war Krämer, ein junger Geistlicher , welcherin der Folge zu Herborn eine Professur erhielt, und
*) Einst schrieb er z. B- au seine» Vater r " Weil ich sehr gute» und vornehme dabey aber lustige Gesellschaft habe, so muß»ich ihr auch auch etwas zu Gefalle» thun, uud mitmachen,» welches aber höchstens alle Wochen einmal geschieht. An da-»Spielen aber (mit Karten), dem ich ganz abgesagt bin,»kömmtniemanden der Sinn u. s. f.
**) «Universitäten, schrieb er «inst, sind die Schleif-und Pro»»bierstcine für junger Leute Anlagen; und alles, was ich ge-lernt habe, würde unnüßseyn , wenn ich auf keine Akade^« mir käme."