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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
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21
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such der königlichen Familie vorgestellt, und erhieltzu allen Feyerlichkeiten bey Hofe uneingeschränktenZutritt. Die Gemahlin des Fcldmarschalls von Amlvcrkerke, deren Sohn in Zürch krank gelegen und vonEsthers Eltern viele Beweise freundschaftlicher Ach-tung erhalten hatte, zog ihn öfter zur Tafel. Auchmußte er sich ihres Wagens bedienen, und wurdedurch sie mit vielen merkwürdigen Pe fönen bekannt.Ein gewisser Iolivet, der Hofmeister des Herzogsvon Richinond gewesen war, und einige aus Frank-reich vertriebene Protestanten überhäuften die beydenReisenden ebenfalls micGefälligkeitcn.Eben das thatendie Erzbischöfe vonCantcrbury und London, anwelcheCramervon Heidegger und Klmglcr, den bekanntenTheologen in Zürich, Empfehlungsschreiben mitge-bracht hatte. Diese Bischöfe baten sie öfter zu Gasteund verschafften ihnen den Zutritt zu verschiedenenBibliotheken, nachher auch die freundschaftlichste Auf-nahme zu Oxford und Cambridge. Ehe Esther Eng-land verließ , wollte ihn Lord Gallowai, der nebstzwey andern Lords Jnsticicrs die Verwaltung derStelle eines Vicekönigs von Irrland übernommenhatte, auf eine äusserst schmeichelhafte Weife dahinmitnehmen. Allein der junge Reistnde glaubte dieseEinladung anöschlagen zu müssen, weil ihm die Zeitnicht erlaubte, die Einwilligung seines Vaters einzu-holen. Er reiste also mit seinem Freund im May-monak nach Holland zurück, besah die merkwürdig-sten Gräuzfcstungen der Republik und noch einigefranzösische, und begab sich hierauf nach Paris. Hierverweilten sie vier Mcnate, und benutzten ihren Auf-enthalt um desto besser, weil sie an viele merkwür-dige Männer, besonders auch von dem ProfessorGravius an den berühmten Hüct, Bischof von Alvr